Posts mit dem Label Dschihad werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Dschihad werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Donnerstag, 10. September 2015

Aufgelesen (XIII)

Erst Pegida - dann eine Entschuldigung

Vor wenigen Monaten war Kathrin Oertel noch eins der bekanntesten Pegida-Gesichter. Mit tausenden Gleichgesinnten demonstrierte sie Montag für Montag gegen die angebliche "Islamisierung des Abendlandes". Doch nun die Überraschung: Auf Facebook postete Oertel ein Video, das alles wieder vergessen machen soll. "Ich möchte mich bei allen Muslimen entschuldigen, die hier in unserem Land friedlich leben - das sind nämlich die meisten von ihnen und das vergessen einfach total viele", sagte sie.

stern, 30. April 2015

Analyse statt gute Gesinnung

Kein Mensch, der bei Verstand ist, behauptet, dass alle 1,6 Milliarden Muslime auf der Welt oder alle vier Millionen Muslime in Deutschland Extremisten sind – oder zum Extremismus veranlagt. Dennoch wird dieser Popanz immer wieder aufgebaut, um sich dann entrüstet gegen ihn zu verwahren. Die solchermaßen inszenierte gute Gesinnung ist aber kein Ersatz für Analyse. Die Leugnung von Zusammenhängen und der bedrohlich nahegerückten Präsenz des Feindes bedeutet einen Verzicht auf Strategie und Prävention. Es bleibt dem glücklichen Zufall oder der Aufmerksamkeit einer Verkäuferin im Baumarkt überlassen, ob uns ein Terroranschlag erspart bleibt.

tagesspiegel, 10. Mai 2015

Islamverbot gefordert

Ein französischer Bürgermeister hat öffentlich ein landesweites Islamverbot gefordert. Verstöße sollten unter Strafe gestellt werden. Seine Partei, die bürgerliche UMP, reagierte wenig erfreut.

N24, 16. Mai 2015

Besuch bei einem Experten

Ein silberner Samowar steht im Dienstzimmer von Professor Bekim Agai. Doch auch eine Kanne Kaffee hat Agai für das Gespräch mit der Frankfurter Rundschau bereitgestellt. Er trinkt erst das eine, dann das andere – und beides schwarz. In der Öffentlichkeit ist Agai präsent, wenn Debatten über den Islam, aber auch über Islamismus und Gewalt geführt werden – etwa als Gastredner im hessischen Landtag.

Frankfurter Rundschau, 8. Juni 2015

Schlechte Noten für Berichte über Islam

Der Journalist Eren Güvercin und der Medienwissenschaftler Janis Brinkmann geben den aktuellen Berichten über den Islam schlechte Noten. Sie sind zu einseitig in fast allen Medien und die negative Berichterstattung überwiegt, beobachten beide seit Jahren. Und so werde davon auch das Islambild in Deutschland weitgehend geprägt.

Deutschlandfunk, 19. Juni 2015

Gemeinsamkeiten suchen

Im Gegensatz zu so genannten „Naturreligionen“ wie dem Schamanentum basieren sowohl Christentum und Islam auf einer Schrift: in diesem Fall auf Bibel und Koran. Außerdem haben die großen Buchreligionen gemeinsame Wurzeln. Die jüdische Tora etwa findet sich in der Bibel wieder, dort sind es die fünf Bücher Mose. Und viele biblische Geschichten werden auch im Koran erzählt.

Huffington Post, 24. Juni 2015

Mehr Verwirrung als Klarheit

Wie gefährlich sind Deutschlands sogenannte Islamisten? Und: Wer ist überhaupt ein Islamist – oder sogar ein islamistischer Terrorist? Der soeben vorgelegte Verfassungsschutzbericht für 2014 schafft hier mehr Verwirrung als Klarheit. Das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) macht zwar islamistischen Terrorismus als die größte Bedrohung für Deutschland aus – überzeugen kann es damit aber nicht.

Frankfurter Rundschau, 2. Juli 2015

Weiter Kritik am Islam

Hamed Abdel-Samad, 43, in Deutschland lebender Autor des Bestsellers „Der islamische Faschismus“, will weiter Kritik am Islam üben. „Ich könnte auch Politikberatung machen und der Kanzlerin einreden, dass der Islam zu Deutschland gehört“, sagte er der „Zeit“. „Wer beschwichtigt, der macht Karriere."

Südkurier, 8. Juli 2015

Lustiges Verbot

Die türkische Star-Moderatorin Pelin Çift hat einen Islam-Gelehrten für ein Interview in ihre Sendung eingeladen. Das Thema: Im Islam verbotene Sexpraktiken. Der Theologe Ali Riza Demirkan erklärt ruhig und ganz trocken, welche Formen des Coitus für Muslime erlaubt und welche tabu sind.

Blick, 13. Juli 2015

Die Vielfalt des Islam

Den einen Islam gibt es nicht. Die Religion wird vielmehr von Völkern, Gruppen und Menschen ganz unterschiedlich verstanden und gelebt. Diese Vielfalt kommt in Spiel- und Dokumentarfilmen oft nicht zum Ausdruck. So lautet eins der Ergebnisse des Schulprojektes IslaMovies der Universität Göttingen.

Göttinger Tageblatt, 19. Juli 2015

Bruch mit Islam am Smartphone

Der Internetempfang ist in dem High-Tech-Königreich Saudi Arabien optimal, und die Regierung mischt sich nicht durch Zensur – wie es zum Beispiel die türkische, persische oder chinesische tut –bestimmter Kanäle wie Facebook ein. Offenbar toleriert die für ihre starken Kapitalverbindungen zum Westen bekannte herrschende Klasse den Bruch mit dem Islam im privaten Bereich am Smartphone.

Deutschlandfunk, 28. Juli 2015

Wer ist wirklich Muslim?

Einer der heftigsten Streitpunkte unter Muslimen heute dreht sich darum, wer wirklich Muslim ist und wer nicht. Radikale muslimische Terror-Gruppen wie der so genannte Islamische Staat behaupten, dass sie allein wahre Muslime seien, wohingegen all jene, die an Mohammed als Prophet glaubten und sich dem Islamischen Staat widersetzten, keine echten Muslime seien. Leisten sie Widerstand gegen den Islamischen Staat, dann sind sie demzufolge Apostaten, also vom Islam abgefallene Muslime.

Deutschlandfunk, 7. August 2015

Beziehungen pflegen

Das Zusammenleben zwischen den Religionen kann schwierig sein. Dieses Fazit zieht Gottfried Locher, der neue Präsident des Schweizer Rats der Religionen. Der 48 Jahre alte Berner sagt, die Beziehungen zwischen Christen und Muslimen sollten gepflegt werden. Und er ist besorgt über die Zunahme der Fälle von Antisemitismus.

SwissInfo, 13. August 2015

Informationen statt Angst

Gemeinsam mit Migranten will die Landeszentrale für politische Bildung stärker über den Islam und Islamismus informieren. „Wir planen Lehrerfortbildungen und Schülerprojekttage“, sagte die Geschäftsführerin des Netzwerks für Demokratie und Toleranz in Sachsen-Anhalt, Cornelia Habisch, der Deutschen Presse-Agentur. „Wir wollen über den Islam informieren. Da fehlt es noch an vielen Ecken und Enden an Wissen.“ Neben viel Unwissen gebe es auch viele Ängste.

Mitteldeutsche Zeitung, 17. August 2015

Fremdenfeindlichkeit in Deutschland

Xenophobie oder Fremdenfeindlichkeit baut auf eine negative Konnotation des "Fremden"-Begriffs auf und lehnt das "Andere" aufgrund ökonomischer, sozialer, kultureller, religiöser oder ethnischer Unterschiede ab. Besonders die Islamophobie, die die ablehnende und feindliche Haltung gegenüber den Personen, die sich dem Islam zugehörig fühlen, definiert, macht den größten Teil der fremdenfeindlichen Bewegungen in Europa und speziell in Deutschland aus.

Huffington Post, 27. August 2015

Schwärmerische Annäherung an den christlichen Glauben

Er ist überzeugter Demokrat, einer der renommiertesten deutschen Schriftsteller und islamischer Gelehrter. Sein überraschendes neues Buch über die christliche Kunst und Bilderwelt ist eine faszinierend schwärmerische Annäherung an den christlichen Glauben. Im Oktober bekommt Navid Kermani in der Frankfurter Paulskirche den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels verliehen.

ARD, 30. August 2015

Neue Impulse gefordert

Neue Impulse in der Flüchtlingspolitik haben führende Religionsvertreter in Deutschland angemahnt. «Ein neuer Ansatz ist notwendig» sagte Kardinal Reinhard Marx am Sonntagabend in der ZDF-Sendung «Berlin direkt». Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz rief dazu auf, das Thema Zuwanderung grundsätzlich anzugehen und in die Öffentlichkeit das Signal zu geben «Wir sind ein Einwanderungsland und wir wollen vernünftig damit umgehen».

Islam, 2. September 2015

Jesus musste am Kreuz sterben?
 
Einer musste am Kreuz sterben, um für die Fehler der anderen zu büßen? Und Gott soll es so gewollt haben? Angeborene Schuld des Menschen? Babys, die beladen mit der Erbsünde auf die Welt kommen? Nein, sagt Anja Hilscher, das sind alles Missverständnisse. Es müssen verdammte, von Menschen gemachte Missverständnisse sein. Sie wollte näher heran an Gott, nicht als Sünderin, nicht als Schuldige am Tod von Jesus, sondern als Anja.

Sie trifft Baschir und Abdullah wieder, als sie ihre Eltern besucht. Sie ziehen die Schuhe aus, sie kochen, sie beten. Ruhe und Charisma. Die 1000. Begegnung mit dem Islam wird Anja Hilschers Erweckungserlebnis.
 
Die Welt, 3. September 2015

Kein präventives Verbot von Kopftüchern
 
Hannover-7. September 2015. Mit einem aktuellen Runderlass informiert das Niedersächsische Kultusministerium die öffentlichen Schulen über die Auswirkungen des so genannten Kopftuchbeschlusses des Bundesverfassungsgerichts (BVerfG ) vom 27.1.2015. Diesem Beschluss nach verstößt ein präventives Verbot des Tragens eines Kopftuchs aus Glaubensgründen durch eine Lehrerin an einer öffentlichen Schule gegen die Verfassung und ist damit unzulässig.

Der Runderlass des Niedersächsischen Kultusministeriums erläutert, dass in Folge dieser Entscheidung eine verfassungskonforme Auslegung des Niedersächsischen Schulgesetzes (NSchG) § 51 Abs. 3 Satz 1 es grundsätzlich zulässt, dass Lehrkräfte in Niedersachsen ein Kopftuch oder andere religiös konnotierte Kopfbedeckungen im Dienst an öffentlichen Schulen tragen. Ausnahmen von diesem Grundsatz könnten laut BVerfG-Beschluss sich lediglich aus einer hinreichend konkreten Gefahr für den Schulfrieden oder für die staatliche Neutralität ergeben. Ob ein solcher Sachverhalt vorliegt, muss immer im Einzelfall geprüft werden.

Ergänzend zum Runderlass des Niedersächsischen Kultusministeriums wird auch die Niedersächsische Landesschulbehörde die Schulleiterinnen und Schulleiter auf die geänderte Rechtslage hinweisen. In einem Begleitschreiben zum Runderlass bietet die Niedersächsische Landesschulbehörde ihre umfassende Beratung und Unterstützung an, wird die Thematik in den Schulleiterdienstbesprechungen erläutert. Sollten Fragen in diesem Zusammenhang auftreten, können sich die Schulen jederzeit an die Niedersächsische Landesschulbehörde  wenden.

Der Runderlass ist den Schulen in der Septemberausgabe des Amtsblatts des Niedersächsischen Kultusministeriums („Schulverwaltungsblatt") bekannt gemacht worden und kann hier nachgelesen werden.


Aufgelesen (XIV) 

Mittwoch, 4. März 2015

Aufgelesen XI

Vom Knast in den Dschihad


Hannover - 22. Januar 2015. Die Justizministerin Antje Niewisch-Lennartz beantwortet namens der Landesregierung die Mündliche Anfrage der Abgeordneten Mechthild Ross-Luttmann (CDU):

Die Abgeordnete hatte gefragt:

In den NWZ Oldenburger Nachrichten vom 29. Dezember 2014 wird berichtet, dass ein islamistischer Extremist in die JVA Oldenburg überstellt wurde, weil er am Standort Oslebshausen der JVA Bremen „offenbar aus der Zelle heraus wieder Aktivitäten in sein früheres Umfeld in Gröpelingen gestartet hatte".

Ich frage die Landesregierung:

1. Kann die Landesregierung ausschließen, dass der Inhaftierte islamistische Aktivitäten aus der JVA Oldenburg heraus entwickelt?
2. Welche Maßnahmen ergreift die Landesregierung, um das Fortsetzen islamistisch-extremistischer Aktivitäten von Inhaftierten zu verhindern?
3. Sind der Landesregierung Fälle der islamistischen Radikalisierung oder Versuche, andere Häftlinge zu radikalisieren, aus niedersächsischen Justizvollzugsanstalten bekannt?

Ministerin Niewisch-Lennartz beantwortet die Anfrage im Namen der Landesregierung wie folgt:

Der Strafgefangene ist aus Gründen der Sicherheit im Dezember 2014 von der JVA Bremen in die JVA Oldenburg verlegt worden. Er ist wegen Unterstützung einer terroristischen Vereinigung im Ausland sowie der Werbung um Mitglieder für eine terroristische Vereinigung im Ausland rechtskräftig verurteilt und islamistisch-terroristischen Kreisen zuzuordnen. Daneben sind weitere drei Gefangene, die islamistisch-terroristischen Kreisen zuzuordnen sind, in niedersächsischen Justizvollzugsanstalten untergebracht.

Dies vorausgeschickt, beantworte ich die Kleine Anfrage zur mündlichen Beantwortung im Namen der Landesregierung wie folgt:

Zu 1:
Der Gefangene ist gemäß § 82 NJVollzG in Einzelhaft auf einer Sicherheitsstation untergebracht. Telefonate, Besuche und der Schriftverkehr des Gefangenen werden überwacht. Damit ist sichergestellt, dass der Gefangene keine Möglichkeiten hat, unentdeckt islamistisch-terroristische Aktivitäten zu entwickeln.

Zu 2:
Wie bereits in meiner Antwort auf eine Kleine schriftliche Anfrage der Abgeordneten Dr. Marco Genthe, Jan-Christoph Oetjen, Hillgriet Ehlers und Dr. Stefan Birkner (FDP) „Vom Knast in den Dschihad - in Niedersachsen auch" (Landtagsdrucksache 17/2143) ausgeführt, werden die Bediensteten des Justizvollzuges über Erscheinungsformen des politischen und religiösen Extremismus in der Ausbildung, in Dienstbesprechungen und Fortbildungen sensibilisiert. Über kulturelle Aspekte und religiöse Besonderheiten von straffälligen Personen werden die angehenden Vollzugs- und Verwaltungswirte (FH) während des Studiums an der Fachhochschule für Rechtspflege unterrichtet. Aufgrund der aktuellen politischen Entwicklungen ist für das Jahr 2015 eine Fortbildungsveranstaltung „Politischer Extremismus heute: Islamistischer Fundamentalismus, Rechts- und Linksextremismus" geplant. Die Fortbildung informiert über diese Begriffe und ihre Hintergründe, über gegenwärtige Entwicklungen in Deutschland und ihre Relevanz für die Arbeit im Justizvollzug.

Bei der diesjährigen Fachtagung der Fachbereichsleitungen Sicherheit wird islamistisch-terroristischer Extremismus ein Schwerpunktthema sein. Ziel ist es, gemeinsam mit erfahrenen Praktikern weitere Handlungsfelder für den Justizvollzug zu identifizieren und daraus Maßnahmen abzuleiten.

Das vom Bundeskriminalamt und dem Generalbundesanwalt beim Bundesgerichtshof herausgegebene Merkblatt für Justizvollzugsbedienstete über Indikatoren zum Erkennen islamistisch-terroristischer Zusammenhänge ist in der jeweils aktuellen Fassung den zuständigen Bediensteten der niedersächsischen Justizvollzugsanstalten bekannt. Danach werden Feststellungen, die strafrechtlich relevant sein könnten, den örtlich zuständigen Polizeidienststellen oder dem Landeskriminalamt mitgeteilt. Die abhängig vom Einzelfall ggfs. erforderlichen weiteren Maßnahmen werden zwischen Polizei, Staatsanwaltschaft und Justizvollzugseinrichtung abgestimmt.

Soweit es aus Gründen, die in der Person der oder des Gefangenen liegen, unerlässlich ist, werden Gefangene gemäß § 82 NJVollzG abgesondert sowie Telefonate, Besuch und Schriftverkehr der Gefangenen überwacht.

Die Justizvollzugsanstalten beobachten die Entwicklung dieser Gefangenen aufmerksam und überwachen sie engmaschig. So wird das Verhalten und Vorgehen von Häftlingen, die dem extremistischen Umfeld zuzuordnen sind, aufmerksam beobachtet, um etwaigen zusätzlichen Handlungsbedarf zeitnah erkennen und umsetzen zu können.

Zu 3:
Nein, es gibt bisher keine konkreten Hinweise darauf, dass Gefangene in niedersächsischen Justizvollzugseinrichtungen radikalisiert wurden. Aktuell sind zwei junge Gefangene in Niedersachsen inhaftiert, die nach polizeilichen Erkenntnissen bereits vor der Inhaftierung unabhängig voneinander Kontakte in das islamistische Milieu unterhielten.

Interview mit Islamwissenschaftler an Uni Osnabrück

Ceylan: Früher waren sie Ausländer, dann waren sie Türken, jetzt sind sie Muslime. Wir machen aus dem Islam eine Ausländer-Religion. Wir sollten nicht dahin kommen, dass sich die Menschen aus Protest religiöser oder gar radikaler geben, als sie es in Wirklichkeit sind – nach dem gleichen Motto „black is beautiful“ der kulturellen Bewegung der Afro-Amerikaner in den 1960er-Jahren als Gegenreaktion zu den Stigmatisierungen. Ich hätte mir daher gewünscht, Frau Merkel hätte den Satz, der Islam gehöre zu Deutschland, vor drei, vier Jahren gesagt. Jetzt wird er wahrgenommen als hilflose Reaktion auf die Welle von rechts.

Focus online, 24. Januar 2015

Kein Bilderverbot im Koran

Der Koran ist streng, wie alle religiösen Schriften verbietet er viel: Selbstmord, außerehelichen Geschlechtsverkehr, Prostitution, Zinsen, den Verzehr von Schweinefleisch. Was die Heilige Schrift des Islams hingegen nicht enthält, ist ein Bilderverbot.

Spiegel online, 25. Januar 2015

Die Denk-Falle

"In der geballten Faust sind alle Finger gleich." Fürwahr ein treffender Satz für alle Wahrheits-Pächter. Wenn es nur eine Wahrheit geben soll, müssen sie sich schon die Köpfe einschlagen. Bis eine Wahrheit übrig bleibt. Mit geballten Fäusten kann man nicht aufeinander zugehen, man geht aufeinander los.
Sekten und Esoterik, 31. Januar 2015

Eine andere muslimische Gemeinde

Sie widerspricht allen Klischees: Wenn die muslimische Gemeinde Rheinland in Köln zusammenkommt, ist vieles anders. Männer und Frauen beten zusammen. Der Imam - Vorbeter - ist eine Frau. Das hat echten Seltenheitswert in Deutschland. Man trifft sich nicht freitags in der Moschee, sondern familienfreundlich am Wochenende und in Räumen einer evangelischen Kirche. Es wird locker diskutiert, aktuell über islamistischen Terror, Vorurteile gegenüber Muslimen und Pegida.

n-tv, 31. Januar 2015

Kritik an Merkel-Äußerung

Kardinal Karl Lehmann hat sich für eine kritische Betrachtung der vom früheren Bundespräsidenten Christian Wulff geprägten und jüngst von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) aufgegriffenen Formulierung „Der Islam gehört zu Deutschland“ ausgesprochen. In einem am Dienstag vorab veröffentlichten Beitrag für die Zeitung seines Bistums Mainz, „Glaube und Leben“, spricht der Bischof von einem „Schlagwort“, das „viel zu unbestimmt“ sei.

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 3. Februar 2015

Der Koran und der Dschihad

Wie sind diese koranischen Handreichungen zum Dschihad zu interpretieren und anzuwenden? Die einschlägigen Rechtshandbücher der vier sunnitischen Rechtsschulen enthalten in der Regel einen Abschnitt, der sich mit diesen Fragen befasst. Dort besteht Einigkeit darüber, dass die Aussagen des Koran im Kontext des Konflikts zwischen Muhammad und seinen Widersachern zu sehen sind. Wenngleich die damalige Situation im Mekka und Medina des 7. Jahrhunderts nicht direkt auf andere Situationen übertragbar ist, lautet der Konsens weiter, dass Gott den Muslimen unter bestimmten Voraussetzungen den Kampf vorschreibt.

Die Welt, 11. Februar 2015

Ein Toter bei Konferenz über Blasphemie

In Kopenhagen fallen bei einer Konferenz zum Thema Meinungsfreiheit und Blasphemie mehrere Schüsse. Offenbar gilt die Attacke dem Mohammed-Karikaturisten Lars Vilks. Ein Mensch stirbt, drei weitere werden verletzt. Die Täter sind auf der Flucht - an der Grenze zu Deutschland werden die Kontrollen verschärft.

n-tv, 14. Februar 2015

Für demokratischen Islam

In einem bemerkenswert klar formulierten Manifest haben vier renommierte muslimische Intellektuelle an alle politischen und religiösen Autoritäten in den islamisch geprägten Ländern und in Europa appelliert, sich unmissverständlich für einen demokratischen Islam einzusetzen. Zu dieser Eindeutigkeit gehört auch, dass sie konkrete Schritte vorschlagen: Eine Konferenz in Frankreich Anfang 2016, bei der muslimische Persönlichkeiten "die Umrisse eines fortschrittlichen Islam skizzieren", der "fest im 21. Jahrhundert verankert" sein soll.

Deutsche Welle, 22. Februar 2015

Abnabelung vom traditionellen Islam

Damit geht es vor allem um den richtigen Weg - und um die Frage, wie weit dieser von den Muslimen gegangen wird. Entsprechend positiv waren die ersten Reaktionen auf die österreichische Regelung . Diese strebt letztlich eine Abnabelung der Muslime vom traditionellen Islam ihrer Herkunftsregionen an. Umstritten ist dabei vor allem, dass Imame künftig in Österreich ausgebildet und ansässig sein müssen und die laufenden Kosten der Religionsgemeinschaft nicht mehr aus dem Ausland gedeckt werden dürfen.

Katholischer Pressedienst, 2. März 2015