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27. Juni 2014. Bei der Etablierung der Islamischen Religionspädagogik und Theologie handelt
es sich um eine für Niedersachsen im bundesweiten Kontext überregional sichtbare
und auch für das Land selbst bedeutende Initiative.
Niedersachsen hat sich im Rahmen der Norddeutschen
Wissenschaftsministerkonferenz bereit erklärt, als zentraler Standort in den
norddeutschen Bundesländern für die Ausbildung insbesondere von Lehrkräften für
den islamischen Religionsunterricht zu fungieren.
Islamische Religion ist als ordentliches Unterrichtsfach für Grundschulen
sowie für die Sekundarstufe I eingerichtet, so dass auch in Niedersachsen selbst
ein erheblicher Bedarf an Religionslehrkräften besteht, die ausschließlich in
Osnabrück ausgebildet werden können.
Die Universität Osnabrück hat in einer vergleichsweise kurzen Zeit eine
hervorragende Aufbauarbeit geleistet. Das Institut kann bundesweit als
modellhaft für eine gelungene Etablierung von Islamischer Theologie und
Religionspädagogik bezeichnet werden. Dies gilt sowohl hinsichtlich der Berufung
von Professuren, des Aufbaus von Nachwuchsgruppen, der Einrichtung von
theologischen und lehramtsbezogenen Studiengängen, des Weiterbildungsangebotes
für Imame und Betreuungspersonal in Moscheegemeinden, der durchgeführten
Fachtagungen als auch des sehr intensiven Wissenstransfers in die Gesellschaft
hinein. Darüber hinaus ist es der Universität in lobenswerter Weise gelungen,
den besonderen staatskirchenrechtlichen Erfordernissen eines solchen Angebotes
gerecht zu werden; die Zusammenarbeit mit dem konfessorischen Beirat, in dem u.
a. die großen muslimischen Verbände DiTIB und Schura Niedersachsen e.V.
vertreten sind, ist konstruktiv und hat dazu geführt, dass sowohl die bisherige
Besetzung der Professuren als auch das Lehrangebot mit den Vertretungen der
Religionsgemeinschaft - im Rahmen der bestehenden Mitwirkungsrechte -
einvernehmlich abgestimmt werden konnte.
Dieses vorausgeschickt, werden die Fragen namens der Landesregierung wie
folgt beantwortet:
1. Wie bewertet die Landesregierung die bisherigen Entwicklungen nach rund
drei abgeschlossenen Semestern, und wie kann sich das Fach Islamische Theologie
nach Ansicht der Landesregierung weiterentwickeln?
Angesichts der bereits erzielten Erfolge, der wissenschafts- und
integrationspolitischen Bedeutung des Vorhabens, der bestehenden Erwartungen in
den anderen norddeutschen Ländern hinsichtlich der Ausbildung von Lehrkräften
sowie der bundesweiten Sichtbarkeit ist die Landesregierung davon überzeugt,
dass das Institut die erfolgreiche Arbeit auch nach Abschluss der laufenden
Projektförderung fortsetzen sollte. Die Landesregierung wird das Institut daher
auch weiterhin konstruktiv unterstützen.
2. Wie konstituiert sich die Struktur der Studierenden (Anzahl,
Geschlecht, Herkunft, religiöser Hintergrund)?
Das Institut für Islamische Theologie der Universität Osnabrück bietet
gegenwärtig insgesamt drei Studiengänge an. Hierbei handelt es sich um den
Teilstudiengang „Islamische Religion" (im 2-Fach-Bachelor mit Lehramtsoption
„Bildung, Erziehung und Unterricht") für das Lehramt an Grund- und Hauptschulen
sowie für das Lehramt an Realschulen (seit WS 2012/13), den
fachwissenschaftlichen Bachelor „Islamische Theologie" (ebenfalls seit 2012/13)
sowie den Masterstudiengang „Islamische Religionspädagogik" als Drittfach im
Lehramt für Grund- und Hauptschulen (seit WS 2007/08).
Im Wintersemester 2013/14 waren insgesamt 184 Studierende in den
Studiengängen eingeschrieben, darunter 130 Studierende mit deutscher
Staatsangehörigkeit sowie 54 Studierende mit anderer Staatsangehörigkeit, u. a.
der Türkei, Bosnien-Herzegowinas und Österreichs. Von den 184 Studierenden waren
109 weiblich und 75 männlich. Die Religionszugehörigkeit bzw. der „religiöse
Hintergrund" sind nicht Gegenstand der statistischen Erfassung und kein
Kriterium für die Aufnahme eines o. g. Studiengangs.
3. Wie positioniert sich die Landesregierung gegenüber der
Ausbildung von Imamen in Osnabrück, und wie bewertet sie den Vorschlag, Imame
aus der Türkei zu rekrutieren?
Die Landesregierung bewertet den Studiengang „Islamische Theologie" u.a. vor
dem Hintergrund der zu vermittelnden Kompetenzen und der potenziellen
Berufsfelder, die sich den Absolventinnen und Absolventen eröffnen. Zielsetzung
des Studiengangs „Islamische Theologie" ist die Vermittlung von Kompetenzen in
den relevanten islamischen Wissenschaftsdisziplinen im Rahmen eines vergleichend
aufgebauten Studiums (Judentum, Christentum, Islam) der islamischen Theologie
und Religionspädagogik.
Die Aneignung interreligiöser Kompetenzen und Interdisziplinarität erfolgt
durch die Rückbindung der Theologie an ihre religionspädagogische Vermittlung,
die Migrationsforschung und gegenwartsbezogene Islamforschung in Deutschland und
Europa.
Der Studiengang Islamische Theologie qualifiziert insbesondere für
Tätigkeitsfelder im theologischen, religions- und gemeindepädagogischen sowie
seelsorgerischen Bereich, etwa für Moscheegemeinden sowie für andere soziale und
religiöse Einrichtungen. Weitere Berufsfelder liegen in sozialen und kreativen
Bereichen, der Politik, Wissenschaft, Wirtschaft, in staatlichen Behörden als
auch in Nichtregierungsorganisationen. Außerdem befähigt das Studium zur
Mitarbeit in Projekten zur Stärkung des interkulturellen und interreligiösen
Dialogs, in Kunst- und Kulturprojekten oder zu Tätigkeiten in Medien und
Öffentlichkeitsarbeit. Ein zentrales Ziel des Studiengangs bildet ferner die
Ausbildung wissenschaftlichen Nachwuchses im Bereich der islamischen Theologie.
Die im Studiengang vermittelten Kompetenzen sind aus Sicht der
Landesregierung insofern auch für Aufnahme einer konfessionsgebundenen
Berufstätigkeit hilfreich und geeignet. Die Frage, welches Personal z.B. in
Moscheegemeinden tätig wird und welche Qualifikationsanforderungen für dieses
Personal zu stellen sind, ist nicht durch die Landesregierung zu beantworten,
sondern obliegt als originäre Entscheidung der Religionsgemeinschaft.
Ein
Vorschlag, „Imame aus der Türkei zu rekrutieren", liegt der Landesregierung
nicht vor.
Koran gefälscht?
Eine Minderheit der Muslime dachte anders. Sie befand, dass der Nachfolger Mohammeds aus dessen Familie kommen muss. In Ihren Augen kam dafür zu diesem Zeitpunkt nur Ali infrage - der Neffe Mohammeds. Gott selbst habe Ali als Nachfolger ausgewählt, behaupteten die Anhänger der "Schiat Ali", der "Partei Alis", die Schiiten. Mohammed hätte es genauso aufgeschrieben - hätten die Sunniten nicht den entsprechenden Auszug aus dem Korantext gestrichen. Es ist ein starker Vorwurf - nämlich der Koranfälschung -, mit dem die Schiiten die Stimmung aufladen.
ntv, 1. Juli 2014
Ex-Bundespräsident spricht über Islam
Bei einem seiner ersten Auftritte seit seinem Freispruch spricht
Ex-Bundespräsident Christian Wulff heute über das prägende Thema seiner
Amtszeit, den Islam.
Stern online, 10. Juli 2014
Bekehrung von innen
Aber nicht alle Salafisten sind militant. Selbst die Behörden gehen davon aus, dass die nicht-gewaltbereiten Salafisten die meisten Anhänger haben. Der Organisationsgrad dieser sogenannten Puristen ist niedrig und die Strukturen deshalb schwer zu durchschauen. Sie nehmen den Koran wörtlich und meinen, die wahre Religion gefunden zu haben. Sie wollen nicht das System umstürzen, sondern es vielmehr von innen heraus bekehren. Puristen veranstalten deshalb Islamkurse oder Diskussionsrunden mit harmlosen Titeln. Titeln wie "Islam und Christentum".
Zeit online, 18. Juli
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„Zum Ramadanfest gratuliere ich allen Musliminnen und Muslimen von ganzem
Herzen und wünsche ihnen besinnliche Feiertage. Wir drücken heute unseren
muslimischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern Respekt und Freundschaft aus. Das
friedliche Zusammenleben und das Zusammenwachsen von Menschen unterschiedlicher
Religionen ist gerade in der heutigen Zeit eine der Schlüsselaufgaben für uns in
Niedersachsen. Der gelebte interreligiöse Dialog in Niedersachsen trägt dazu
bei, Vorurteile abzubauen und voneinander zu lernen. Ich wünsche den Muslimen
von Herzen ein gesegnetes Zuckerfest."
28. Juli 2014
BamS-Kommentar löst Empörung aus
In einem Kommentar der "Bild am Sonntag", mit rund 1,2 Millionen verkaufter Exemplare die meistgelesene deutsche Sonntagszeitung, wird der Islam pauschal als Integrationshindernis dargestellt. Der Autor, Nicolaus Fest, stellvertretender Chefredakteur des Blattes, bezeichnet sich selbst als "religionsfreundlichen Atheisten". Mit Juden, Christen, Buddhisten - so der Kommentator - habe er keine Probleme, wohl aber mit dem Islam. Junge Muslime in Deutschland seien überproportional kriminalistisch auffällig, er störe sich auch an der totschlagbereiten Verachtung des Islam gegenüber Frauen und Homosexuellen.
Deutsche Welle, 28. Juli 2014
Institut für Islamische Theologie langfristig sichern
5. August 2014. Die Niedersächsische Landesregierung macht sich für die Ausbildung von
Lehrerinnen und Lehrern für den Islamischen Religionsunterricht und islamischen
Theologinnen und Theologen stark. „Wir werden die wichtige Arbeit des Instituts
für Islamische Theologie langfristig sichern", sagte die Niedersächsische
Ministerin für Wissenschaft und Kultur, Gabriele Heinen-Kljajić. Die
Finanzplanung des Landes sieht in den kommenden vier Jahren den Einstieg in eine
dauerhafte Landesförderung vor. Für diesen Zeitraum sind für das Institut
Landesmittel in Höhe von etwa vier Millionen Euro eingeplant. Dauerhaft soll die
Universität Osnabrück rund 1,4 Millionen Euro jährlich für das Institut für
Islamische Theologie (IIT) erhalten.
Die Ministerin besuchte das Institut heute im Rahmen ihrer Sommerreise. Dabei
kam sie mit Lehrenden und Studierenden ins Gespräch. „Die Einrichtung leistet
einen hervorragenden Beitrag zur Integrationspolitik in Deutschland. Die
Islamische Religion als Unterrichtsfach anzubieten, ist ein wegweisender Schritt
in die richtige Richtung", so Heinen-Kljajić in Osnabrück.
„Es freut mich sehr, dass das Land Niedersachsen die wissenschaftliche Rolle
unseres Instituts anerkennt und durch die finanzielle Förderung die Verstetigung
der Arbeit gewährleistet wird. Für uns sind diese politische Entscheidung und
der Besuch der Ministerin eine Honorierung unserer Aufbauleistung. Hierfür
möchte ich mich herzlich bedanken", sagte der stellvertretende Direktor des
Instituts, Prof. Dr. Rauf Ceylan, während des Besuchs.
Hort der Zivilisation
Tatsächlich war der Islam in seiner Blütezeit vom 9. bis 14. Jahrhundert alles andere als rückschrittlich, fanatisch oder intolerant. Nachdem die Araber im Namen Allahs den Nahen Osten, Persien, Nordindien und Nordafrika unterworfen hatten, bildeten sie stabile Reiche, die technologisch, administrativ, wirtschaftlich, vor allem aber wissenschaftlich an der Spitze der Weltzivilisation standen. Besser als die damaligen etablierten Mächte Byzanz, China und Indien, weit vor dem christlichen Westen.
Rheinische Post, 15. August 2014
Vor dem Heiligen Krieg Bestellung bei Amazon
Sie reisen aus ihrer sicheren Heimat nach Syrien und in den Irak, um in den
Heiligen Krieg zu ziehen. Doch wofür genau sie da eigentlich kämpfen werden,
wissen viele europäische Dschihadisten offenbar nicht. Deshalb bestellen sie vor
Reiseantritt noch schnell „Islam für Dummies“ bei Amazon.
Focus, 26. August 2014
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