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Mittwoch, 26. Juli 2017

Aufgelesen (XVII)

Neujahrsgespräch mit Kardinal Schönborn

Manche muslimische Lebensweisen passen nicht mit unseren Werten und Grundrechten zusammen. Stichwort Ehrenmorde, Zwangsehen, Terrorismus. Ist die Kirche stark genug, um dem zu begegnen?
Das ist zunächst eine Frage an die Zivilgesellschaft. Es gibt sehr wohl Dinge, die mit den Menschenrechten nicht vereinbar sind. Natürlich ist aber auch bei uns früher verheiratet worden. Aber dass es hier gesetzliche Grenzen gibt, dass niemand zur Ehe gezwungen werden darf, das ist eine Eroberung der weltweit gültigen Menschenrechtscharta. Dass Ehrenmorde absolut zu verwerfen sind, ist auch klar. Aber auch bei uns wurde duelliert, das war lange Zeit Kavaliersdelikt und wurde nicht mit Gefängnis geahndet.

Kronenzeitung, 1. Januar 2017

Blutige Anfangsjahre des Islam

Höchste Autorität erlangte Mohammed, der Widersacher militärisch bekämpfte, dank seiner Feldherrnkunst. In Medina lebende Juden ließ er großenteils ausrotten. Bereits die frühen Muslime, so Berger, "bildeten eine Herrenschicht", die "Ungläubige" diskriminierte.

Rheinische Post, 4. Januar 2017

Reformkräfte stärken

Wenn der Islam, zugespitzt gesagt, die Summe seiner Ausdeutungen ist, dann ist das nicht nur Teil des Problems, sondern kann auch Teil der Lösung sein. Es gilt dann, die reformbereiten, Menschenrechte und bürgerliche Freiheiten achtenden Kräfte zu stützen. Sie widerstreiten den theokratischen Traditionen, die den Islam seiner religiösen Natur nach als politische Ideologie begreifen. Deswegen lassen sie sich nicht etwa als Attrappe des Islams beschreiben; sie verkörpern vielmehr eine Schule unter anderen.

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 11. Januar 2017

Auf die Interpretation kommt es an

Auch der Islam ist als ein interpretationsoffenes und widersprüchliches kulturelles Deutungssystem zu begreifen. Dies gilt auch für die Dimension der Gewalt. Der Islam ist weder eine "Religion des Friedens" noch eine "Religion der Gewalt".

Die Huffington Post, 27. Januar 2017

"Italienischer Islam" beschlossen

Der italienische Innenminister Marco Minniti und muslimische Verbände des Landes haben am Mittwoch in Rom einen „nationalen Pakt für einen italienischen Islam“ unterzeichnet. Die Vereinbarung bewege sich auf dem Boden der Werte der italienischen Verfassung, wie Minniti nach der Unterschrift vor Medienvertretern sagte. Diese Werte, so der Minister, „sind die Werte der Unterzeichner, die wir alle zusammen verteidigen wollen. Das Herzstück des Dokuments ist das rechte Gleichgewicht zwischen Rechten und Pflichten“.

Tagespost, 4. Februar 2017

Der Islam und Sex

"Die vollkommenste Gotteserkenntnis vollzieht sich beim Geschlechtsakt", schrieb ein Gelehrter aus dem 13. Jahrhundert in Andalusien. Und im 17. Jahrhundert schrieb ein indischer Gelehrter: "Ich erblickte die Präsenz Gottes in den Körperteilen der Frau." Diese zwei Aussagen stammen von zwei einflussreichen muslimischen Theologen.

Zeit online, 16. Februar 2017

Mehrere Ansichten über Alkohol

Das islamische Alkoholverbot gründet im Koran. Allerdings gibt es in der heiligen Schrift des Islam durchaus unterschiedliche Ansichten über den Alkohol. 

Deutschlandradio, 5. März 2017

Mit Klischees aufgeräumt

Die 36-jährige Publizistin, bekannt durch ihre Auftritte in verschiedenen TV-Talkshows, öffnete in ihrem differenzierten Vortrag im International House der Katholischen Universität den rund 80 weitgehend weiblichen Zuhörern die Augen und räumte gleich mit mehreren Klischees auf. Das Fazit ihres mit zahlreichen Fakten, Statistiken und Belegen untermauerten Statements lautet: Feminismus und Islam seien durchaus kompatibel, doch müsse man eben sehr genau hinsehen.

Donaukurier, 12. März 2017

Islam wird sich organisieren

Eine Art "Verkirchlichung" des Islam in Europa, die bislang nicht zum Wesen dieser Religionsgemeinschaft gehört, erwartet der Wiener Religionsrechtler em.Prof. Richard Potz. Zu den zentralen Merkmalen aller europäischen Religionsrechtssysteme gehöre es, dass sie es ermöglichen und erwarten, dass sich Religionsgemeinschaften organisieren und so in staatliches Religionsrecht integrieren, betonte Potz: "Der Staat erwartet ein Gegenüber." - Gerade im und für den Islam eine Herausforderung, sei dieser doch nicht vergleichbar strukturiert wie etwa die meisten christlichen Kirchen.

Katholische Presseagentur Österreich, 23. März 2017

Ernüchterndes Fazit

Antidemokratisch und konservativ: Mehrere Monate lang hat der Journalist Constantin Schreiber Freitagspredigten in deutschen Moscheen besucht. Sein Fazit ist ernüchternd.

Die Zeit, 31. März 2017

Wer sich nicht anpasst, wird ausgegrenzt

Terrorismus, Kopftuch, Halal-Fleisch in Kitas - diese Reizthemen prägen die öffentliche Sicht auf den Islam. Die meisten Muslime treiben allerdings ganz andere Probleme um, sagt der Psychotherapeut Ibrahim Rüschoff.

Islam-blog, 13. April 2017 

Der Islam und Frankreich

Diese Gefahr geht, so die Erzählung, vom Islam aus. Le Pen spricht von der Unvereinbarkeit von öffentlichen Gebeten mit der Laïcité, vom Kopftuch ganz zu schweigen. Nach jedem der islamistischen Anschläge, die Frankreich in den vergangenen Jahren trafen, folgt dieses Raunen, nicht nur auf rechtsextremen Seiten wie Riposte laïc, dem französischen PI-news: Das Land kusche, oder, wie Michel Houellebecq eindrucksvoll schrieb, es "unterwerfe" sich, heißt es dann.

Die Zeit, 21. April 2017

Kein geschlossenes System

Wer sich den Islam als geschlossenes System, als zusammenhängendes Gebilde aus Religion, Sitte und Gebräuchen vorstellt, der irrt. Der Islam zeichnet sich durch eine verwirrende und widersprüchliche Vielfalt aus, was auch seine Gläubigen irritiert. Das ist die erste Erkenntnis, die der Hörer aus Michael Kiefers Vortrag zieht.

Nordbayern, 5. Mai 2017

Emanzipation vom Islam

Zana Ramadani wurde 1984 im mazedonischen Skopje geboren, kam mit sieben Jahren in Deutschland an und wuchs im Siegerland auf – es war keine einfache, keine unbeschwerte Kindheit. Es sind Szenen, wie sie sich in vielen muslimischen Familien abspielen, die sie in ihrem Buch schildert: „Ich musste mich emanzipieren vom Islam – und damit letztendlich von meiner Mutter und deren Bestreben, mich ins Joch zu spannen, das jeder guten muslimischen Frau umgebunden wird.“

Journal Frankfurt, 16. Mai 2017 

Vom Islam lernen

Der CDU-Politiker sagte im Deutschlandfunk, Christen und auch alle anderen Menschen in der Bundesrepublik könnten von ihnen lernen. Im Islam würden viele menschliche Werte sehr stark verwirklicht. Als Beispiele nannte er Gastfreundschaft und Toleranz. Schäuble ergänzte, er stehe zu seiner Aussage, wonach der Islam ein Teil Deutschlands sei. Wer das bestreite, der bestreite die Wirklichkeit. 

Deutschlandfunk, 24. Mai 2017


Aufruf an IS-Idioten
Ihr habt also wieder ein Geständnis abgelegt. Auch die sieben Morde in London gehen auf euer bescheuertes Konto. Das I steht also wieder für Idioten. Erzählt mir jetzt bloß nicht, dass dieser Buchstabe für Islam steht. Mit diesem Blödsinn könnt ihr Politiker und Medien verwirren, mich nicht.
Hier weiterlesen  Burgdorfer Kreisblatt, 5. Juni 2017

Zweifelhafte Unterrichtsmethode

„Wachrütteln“ wollte er seine Schüler, sagt ein Lehrer der Realschule Hohenlimburg, der mit einer ungewöhnlichen Unterrichtsmethode für Aufruhr sorgte.

Der Westen, 9. Juni 2017

Frau und Mann leiten Freitagsgebet

In Berlin-Moabit gibt es seit einigen Tagen eine „liberale Moschee“, ein Projekt, das die ortsansässige Anwältin und Frauenrechtlerin Seyran Ates initiiert hat. Untergekommen ist es in der St. Johanneskirche. Männer und Frauen beten dort zusammen. Die Moschee steht auch Homosexuellen offen. Verboten sind nur Nikab und Burka. Das erste Freitagsgebet leiteten ein Mann und eine Frau gemeinsam, wobei die Imamin kein Kopftuch trug.

Frankfurter Rundschau, 21. Juni 2017

Uni Münster übernimmt Islam-Archiv

Die wohl bedeutendste Sammlung von Dokumenten zum muslimischen Gemeindeleben in Deutschland wird jetzt von der Universität Münster verwaltet. Das Zentrum für Islamische Theologie (ZIT) der Universität übernimmt das zuletzt in Soest ansässige und 1927 in Berlin gegründete "Islam-Archiv Deutschland", teilte die Hochschule am Mittwoch mit. Neuer Direktor des Islam-Archivs ist ZIT-Leiter Mouhanad Khorchide.

Rheinische Post, 6. Juli 2017

Islamische Religionslehrer besser ausbilden

Rauf Ceylan, Soziologe und Religionspädagoge an der Universität Osnabrück, mahnt eine Verbesserung bei der Ausbildung islamischer Religionslehrer an den Universitäten an. "Wenn wir da nicht besser ausbilden, sind Konflikte programmiert", sagte Ceylan dem Evangelischen Pressedienst (epd) am Montag. Die Studenten müssten besser darauf vorbereitet werden, Schüler zu einer kritischen Auseinandersetzung mit der eigenen Religion zu befähigen, so Ceylan weiter.

NDR, 17. Juli 2017

Moslems die ersten Opfer

Ein Empfänger schickte das Mail an den nichts ahnenden Dawkins. Der wandte sich an KPFA, er forderte eine Entschuldigung und die Klärung des Vorwurfs. Welche „Schmähung“? Er habe die „Frauenfeindlichkeit und Homophobie“ des Islam kritisiert, aber nie Moslems: „Weit entfernt davon, Moslems zu attackieren, sind nach meinem Verständnis Moslems selbst, vor allem Frauen, die ersten Opfer der unterdrückenden Grausamkeiten des Islamismus.“

Die Presse, 26. Juli 2017 

Aufgelesen (XVIII)



Zum Beginn von Aufgelesen

Donnerstag, 10. September 2015

Aufgelesen (XIII)

Erst Pegida - dann eine Entschuldigung

Vor wenigen Monaten war Kathrin Oertel noch eins der bekanntesten Pegida-Gesichter. Mit tausenden Gleichgesinnten demonstrierte sie Montag für Montag gegen die angebliche "Islamisierung des Abendlandes". Doch nun die Überraschung: Auf Facebook postete Oertel ein Video, das alles wieder vergessen machen soll. "Ich möchte mich bei allen Muslimen entschuldigen, die hier in unserem Land friedlich leben - das sind nämlich die meisten von ihnen und das vergessen einfach total viele", sagte sie.

stern, 30. April 2015

Analyse statt gute Gesinnung

Kein Mensch, der bei Verstand ist, behauptet, dass alle 1,6 Milliarden Muslime auf der Welt oder alle vier Millionen Muslime in Deutschland Extremisten sind – oder zum Extremismus veranlagt. Dennoch wird dieser Popanz immer wieder aufgebaut, um sich dann entrüstet gegen ihn zu verwahren. Die solchermaßen inszenierte gute Gesinnung ist aber kein Ersatz für Analyse. Die Leugnung von Zusammenhängen und der bedrohlich nahegerückten Präsenz des Feindes bedeutet einen Verzicht auf Strategie und Prävention. Es bleibt dem glücklichen Zufall oder der Aufmerksamkeit einer Verkäuferin im Baumarkt überlassen, ob uns ein Terroranschlag erspart bleibt.

tagesspiegel, 10. Mai 2015

Islamverbot gefordert

Ein französischer Bürgermeister hat öffentlich ein landesweites Islamverbot gefordert. Verstöße sollten unter Strafe gestellt werden. Seine Partei, die bürgerliche UMP, reagierte wenig erfreut.

N24, 16. Mai 2015

Besuch bei einem Experten

Ein silberner Samowar steht im Dienstzimmer von Professor Bekim Agai. Doch auch eine Kanne Kaffee hat Agai für das Gespräch mit der Frankfurter Rundschau bereitgestellt. Er trinkt erst das eine, dann das andere – und beides schwarz. In der Öffentlichkeit ist Agai präsent, wenn Debatten über den Islam, aber auch über Islamismus und Gewalt geführt werden – etwa als Gastredner im hessischen Landtag.

Frankfurter Rundschau, 8. Juni 2015

Schlechte Noten für Berichte über Islam

Der Journalist Eren Güvercin und der Medienwissenschaftler Janis Brinkmann geben den aktuellen Berichten über den Islam schlechte Noten. Sie sind zu einseitig in fast allen Medien und die negative Berichterstattung überwiegt, beobachten beide seit Jahren. Und so werde davon auch das Islambild in Deutschland weitgehend geprägt.

Deutschlandfunk, 19. Juni 2015

Gemeinsamkeiten suchen

Im Gegensatz zu so genannten „Naturreligionen“ wie dem Schamanentum basieren sowohl Christentum und Islam auf einer Schrift: in diesem Fall auf Bibel und Koran. Außerdem haben die großen Buchreligionen gemeinsame Wurzeln. Die jüdische Tora etwa findet sich in der Bibel wieder, dort sind es die fünf Bücher Mose. Und viele biblische Geschichten werden auch im Koran erzählt.

Huffington Post, 24. Juni 2015

Mehr Verwirrung als Klarheit

Wie gefährlich sind Deutschlands sogenannte Islamisten? Und: Wer ist überhaupt ein Islamist – oder sogar ein islamistischer Terrorist? Der soeben vorgelegte Verfassungsschutzbericht für 2014 schafft hier mehr Verwirrung als Klarheit. Das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) macht zwar islamistischen Terrorismus als die größte Bedrohung für Deutschland aus – überzeugen kann es damit aber nicht.

Frankfurter Rundschau, 2. Juli 2015

Weiter Kritik am Islam

Hamed Abdel-Samad, 43, in Deutschland lebender Autor des Bestsellers „Der islamische Faschismus“, will weiter Kritik am Islam üben. „Ich könnte auch Politikberatung machen und der Kanzlerin einreden, dass der Islam zu Deutschland gehört“, sagte er der „Zeit“. „Wer beschwichtigt, der macht Karriere."

Südkurier, 8. Juli 2015

Lustiges Verbot

Die türkische Star-Moderatorin Pelin Çift hat einen Islam-Gelehrten für ein Interview in ihre Sendung eingeladen. Das Thema: Im Islam verbotene Sexpraktiken. Der Theologe Ali Riza Demirkan erklärt ruhig und ganz trocken, welche Formen des Coitus für Muslime erlaubt und welche tabu sind.

Blick, 13. Juli 2015

Die Vielfalt des Islam

Den einen Islam gibt es nicht. Die Religion wird vielmehr von Völkern, Gruppen und Menschen ganz unterschiedlich verstanden und gelebt. Diese Vielfalt kommt in Spiel- und Dokumentarfilmen oft nicht zum Ausdruck. So lautet eins der Ergebnisse des Schulprojektes IslaMovies der Universität Göttingen.

Göttinger Tageblatt, 19. Juli 2015

Bruch mit Islam am Smartphone

Der Internetempfang ist in dem High-Tech-Königreich Saudi Arabien optimal, und die Regierung mischt sich nicht durch Zensur – wie es zum Beispiel die türkische, persische oder chinesische tut –bestimmter Kanäle wie Facebook ein. Offenbar toleriert die für ihre starken Kapitalverbindungen zum Westen bekannte herrschende Klasse den Bruch mit dem Islam im privaten Bereich am Smartphone.

Deutschlandfunk, 28. Juli 2015

Wer ist wirklich Muslim?

Einer der heftigsten Streitpunkte unter Muslimen heute dreht sich darum, wer wirklich Muslim ist und wer nicht. Radikale muslimische Terror-Gruppen wie der so genannte Islamische Staat behaupten, dass sie allein wahre Muslime seien, wohingegen all jene, die an Mohammed als Prophet glaubten und sich dem Islamischen Staat widersetzten, keine echten Muslime seien. Leisten sie Widerstand gegen den Islamischen Staat, dann sind sie demzufolge Apostaten, also vom Islam abgefallene Muslime.

Deutschlandfunk, 7. August 2015

Beziehungen pflegen

Das Zusammenleben zwischen den Religionen kann schwierig sein. Dieses Fazit zieht Gottfried Locher, der neue Präsident des Schweizer Rats der Religionen. Der 48 Jahre alte Berner sagt, die Beziehungen zwischen Christen und Muslimen sollten gepflegt werden. Und er ist besorgt über die Zunahme der Fälle von Antisemitismus.

SwissInfo, 13. August 2015

Informationen statt Angst

Gemeinsam mit Migranten will die Landeszentrale für politische Bildung stärker über den Islam und Islamismus informieren. „Wir planen Lehrerfortbildungen und Schülerprojekttage“, sagte die Geschäftsführerin des Netzwerks für Demokratie und Toleranz in Sachsen-Anhalt, Cornelia Habisch, der Deutschen Presse-Agentur. „Wir wollen über den Islam informieren. Da fehlt es noch an vielen Ecken und Enden an Wissen.“ Neben viel Unwissen gebe es auch viele Ängste.

Mitteldeutsche Zeitung, 17. August 2015

Fremdenfeindlichkeit in Deutschland

Xenophobie oder Fremdenfeindlichkeit baut auf eine negative Konnotation des "Fremden"-Begriffs auf und lehnt das "Andere" aufgrund ökonomischer, sozialer, kultureller, religiöser oder ethnischer Unterschiede ab. Besonders die Islamophobie, die die ablehnende und feindliche Haltung gegenüber den Personen, die sich dem Islam zugehörig fühlen, definiert, macht den größten Teil der fremdenfeindlichen Bewegungen in Europa und speziell in Deutschland aus.

Huffington Post, 27. August 2015

Schwärmerische Annäherung an den christlichen Glauben

Er ist überzeugter Demokrat, einer der renommiertesten deutschen Schriftsteller und islamischer Gelehrter. Sein überraschendes neues Buch über die christliche Kunst und Bilderwelt ist eine faszinierend schwärmerische Annäherung an den christlichen Glauben. Im Oktober bekommt Navid Kermani in der Frankfurter Paulskirche den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels verliehen.

ARD, 30. August 2015

Neue Impulse gefordert

Neue Impulse in der Flüchtlingspolitik haben führende Religionsvertreter in Deutschland angemahnt. «Ein neuer Ansatz ist notwendig» sagte Kardinal Reinhard Marx am Sonntagabend in der ZDF-Sendung «Berlin direkt». Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz rief dazu auf, das Thema Zuwanderung grundsätzlich anzugehen und in die Öffentlichkeit das Signal zu geben «Wir sind ein Einwanderungsland und wir wollen vernünftig damit umgehen».

Islam, 2. September 2015

Jesus musste am Kreuz sterben?
 
Einer musste am Kreuz sterben, um für die Fehler der anderen zu büßen? Und Gott soll es so gewollt haben? Angeborene Schuld des Menschen? Babys, die beladen mit der Erbsünde auf die Welt kommen? Nein, sagt Anja Hilscher, das sind alles Missverständnisse. Es müssen verdammte, von Menschen gemachte Missverständnisse sein. Sie wollte näher heran an Gott, nicht als Sünderin, nicht als Schuldige am Tod von Jesus, sondern als Anja.

Sie trifft Baschir und Abdullah wieder, als sie ihre Eltern besucht. Sie ziehen die Schuhe aus, sie kochen, sie beten. Ruhe und Charisma. Die 1000. Begegnung mit dem Islam wird Anja Hilschers Erweckungserlebnis.
 
Die Welt, 3. September 2015

Kein präventives Verbot von Kopftüchern
 
Hannover-7. September 2015. Mit einem aktuellen Runderlass informiert das Niedersächsische Kultusministerium die öffentlichen Schulen über die Auswirkungen des so genannten Kopftuchbeschlusses des Bundesverfassungsgerichts (BVerfG ) vom 27.1.2015. Diesem Beschluss nach verstößt ein präventives Verbot des Tragens eines Kopftuchs aus Glaubensgründen durch eine Lehrerin an einer öffentlichen Schule gegen die Verfassung und ist damit unzulässig.

Der Runderlass des Niedersächsischen Kultusministeriums erläutert, dass in Folge dieser Entscheidung eine verfassungskonforme Auslegung des Niedersächsischen Schulgesetzes (NSchG) § 51 Abs. 3 Satz 1 es grundsätzlich zulässt, dass Lehrkräfte in Niedersachsen ein Kopftuch oder andere religiös konnotierte Kopfbedeckungen im Dienst an öffentlichen Schulen tragen. Ausnahmen von diesem Grundsatz könnten laut BVerfG-Beschluss sich lediglich aus einer hinreichend konkreten Gefahr für den Schulfrieden oder für die staatliche Neutralität ergeben. Ob ein solcher Sachverhalt vorliegt, muss immer im Einzelfall geprüft werden.

Ergänzend zum Runderlass des Niedersächsischen Kultusministeriums wird auch die Niedersächsische Landesschulbehörde die Schulleiterinnen und Schulleiter auf die geänderte Rechtslage hinweisen. In einem Begleitschreiben zum Runderlass bietet die Niedersächsische Landesschulbehörde ihre umfassende Beratung und Unterstützung an, wird die Thematik in den Schulleiterdienstbesprechungen erläutert. Sollten Fragen in diesem Zusammenhang auftreten, können sich die Schulen jederzeit an die Niedersächsische Landesschulbehörde  wenden.

Der Runderlass ist den Schulen in der Septemberausgabe des Amtsblatts des Niedersächsischen Kultusministeriums („Schulverwaltungsblatt") bekannt gemacht worden und kann hier nachgelesen werden.


Aufgelesen (XIV)