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Donnerstag, 4. Mai 2017

Das Christentum

"Pack dir eine Frau"

Wenn es um die Rechte von Frauen geht, wird der Islam schnell an den Pranger gestellt. Das tun auch Zeitgenossen, die sich Christen nennen, zum Glück aber gar nicht mehr wissen, was in der Bibel steht, denn das meistverkaufte Buch ist auch das am wenigsten gelesene.

Im Internet gefunden habe ich diese Zitatensammlung

"Frauen des Lebens nicht würdig"

Donnerstag, 29. Dezember 2016

Aufgelesen (XVI)

Kuriose Ausgrenzung

Es sei kurios, "sich vehement auf das christliche Abendland zu berufen und dabei nicht Menschenwürde, Solidarität und Mitleid zu meinen, sondern auf massive Ab- und Ausgrenzung von anderen zu setzen", sagte Feige der "Mitteldeutschen Zeitung" (Samstag). Die "AfD, sofern sie sich auf christliche Werte beruft, muss auch dessen gewärtig sein, dass Jesus ein Jude und ein Flüchtling war", ergänzte Junkermann.

Domradio, 21. Mai 2016

Moscheen in allen Stadtteilen von Hamburg

Islamische Gotteshäuser sollen sich nicht mehr in Hinterhöfen verstecken, findet die Hamburger Grünen-Politikerin Stefanie von Berg. Sie fordert den Bau von Moscheen in jedem Viertel der Hansestadt.

Die Welt, 28. Mai 2016

Verfassungsschutz keine Religions-Polizei

Kollidiert der Islam mit dem Grundgesetz? Der Landeschef des Verfassungsschutzes Jochen Hollmann plädiert für eine differenzierte Sicht.

Volksstimme, 8. Juni 2016


Muslime nicht verklemmt

Wer wissen will, wie unverklemmt Muslime einst mit der Liebe zum eigenen Geschlecht umgingen, muss Gedichte lesen. Jahrhundertelang brachten muslimische Lyriker in arabischer, persischer und osmanischer Sprache ihre homoerotischen Fantasien in Versform. Wahrscheinlich dürfte keine andere Kultur eine solche Vielfalt an homoerotischer Literatur hervorgebracht haben wie die islamische.

Bento, 26. Juni 2016

Vorerst kein Islamzentrum in München

Seit gut zwei Jahren plant Imam Benjamin Idriz, Gründer des Münchner Forums für Islam (MFI) den Bau eines Islamzentrums mitten in der Stadt. München hatte ihm hierfür ein etwa 3000 Quadratmeter großes Grundstück an der Dachauer Straße reserviert. Für den Erwerb des Grundstücks hätte Idriz bis spätestens zum 30. Juni dieses Jahres 4,5 Millionen Euro nachweisen müssen. Das ist ihm nicht gelungen. Jetzt mussten der Penzberger Imam und Münchens Alt-OB Christian Ude das Aus für das Projekt bekannt geben.

Die Welt, 29. Juni 2016 

Ramadan-Ende als gesetzlicher Feiertag

Hamburg und Bremen haben es vorgemacht. Seit 2012, beziehungsweise 2013 gibt es in den Stadtstaaten gesetzlich anerkannte muslimische Feiertage: Ramadanende, Opferfest und Aschura. Anerkannt heißt aber nicht, dass an diesen Tagen arbeitsfrei ist - das ist losgelöst von der Frage, ob religiöse Tage als solche anerkannt werden. Es berechtigt gläubige Muslime, an diesen Tagen - unbezahlt - frei zu nehmen. Schüler der allgemeinbildenden Schulen sowie der Fach- und Berufsfachschulen haben allerdings unterrichtsfrei. Die Schüler der Berufsschulen werden auf Antrag vom Unterricht befreit. 

ntv, 5. Juli 2016

Erotische Schlupflöcher 

Das seltsame Verhalten geschlechtsreifer Muslime zur Paarungszeit: Der libanesische Regisseur Assad Fouladkar zeigt in der Komödie "Liebe Halal", welche erotischen Schlupflöcher der Islam birgt. Im Interview spricht er über Sex, Tabus und religiöse Gefühle.

Spiegel online, 8. Juli 2016

Islam und Demokratie vereinbar

Der Politikwissenschaftler, der an den Universitäten Regensburg und Münster lehrt, stellte am Anfang heraus, dass Begriffe wie Islam oder Demokratie nicht als festgeschriebene Bezeichnungen gesehen werden dürfen: „Es sind viele Positionen, die sich auf den Islam und die Demokratie beziehen.“

Mittelbayerische, 18. Juli 2016

Traurig über Missbrauch des Islam

Nushin Atmaca, Erste Vorsitzende des Liberal-Islamischen Bundes, kann verstehen, dass es aufgrund der Ereignisse in der letzten Zeit Vorbehalte gibt. Auch sie habe manchmal Angst vor Terrorismus, das sei menschlich. Aber: "Gleichzeitig macht es mich traurig zu sehen, was mit der eigenen Religion passiert und wie sie benutzt wird."

Deutschlandfunk, 20. Juli 2016

Mohammeds Geburtshaus und das Grab von Jesus

Mekka und Medina erlangten jedoch erst lange nach dem überlieferten Leben Mohammeds Bedeutung. Das Haus, in dem er in Mekka geboren sein soll, wurde erst von Chaizuran (gest. 795), der Mutter Harun ar-Raschids, „gefunden“. Dies ist offensichtlich eine Analogie zur Geschichte der „Auffindung“ von Jesu Grab und Kreuzigungsstätte im 4. Jh. durch Helena, der Mutter Kaiser Konstantins. Die neue Religion des Römischen Reiches benötigte Erinnerungsorte und Pilgerstätten, und dies wiederholte sich mit dem neuen Glauben Islam und seinem von Jesus zu Mohammed transformierten Gesandten.

Tichys Einblick, 29. Juli 2016

Gesetzeslage ändern

Wer den säkularen Rechtsstaat gegenüber den Geboten fanatischer Imame für verhandelbar hält, hat sich bereits der Intoleranz unterworfen. Es ist höchste Zeit, etwas an der Gesetzeslage zu ändern.

Die Welt, 12. August 2016


Nicht immer rückwärtsgewandt

Den Muslimen wird immer wieder vorgeworfen, dass der Islam eine rückwärtsgewandte, wissenschaftsfeindliche und mittelalterliche Religion sei. Mit Recht, wenn man die gegenwärtige Situation der islamischen Welt in Bezug zum wissenschaftlichen und technischen Fortschritt setzt. Ein Exkurs in die Geschichte der islamischen Wissenschaft zeigt jedoch, dass dies nicht immer der Fall war. Zwischen dem neunten und dem dreizehnten Jahrhundert erlebte die islamische Wissenschaft in einigen Kulturzentren wie Bagdad und Cordoba eine Blütezeit. Während des Abbasiden-Kalifats (750-1258) gelang es den muslimischen Gelehrten anhand der Übersetzungen des griechischen Erbes ins Arabische Wissensgebiete wie Mathematik, Medizin, Chemie und Astronomie zu revolutionieren.

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 27. August 2016

"Koran schreibt keinen Gesichtsschleier vor"

Die ägyptische Hauptstadt Kairo ist Sitz der Azhar-Universität. Sie ist die wichtigste sunnitisch-islamische Lehreinrichtung. Entsprechend gelten die Rechtsgutachten des Fatwa-Rates der Azhar als allgemeingültig für Sunniten. Der Generalsekretär des Fatwa-Rates, Scheikh Khaled Omran, hat sich jetzt in einem ARD-Interview eindeutig zu der Frage geäußert, ob muslimische Frauen generell ihr Gesicht verschleiern müssen - oder ob sie es überhaupt dürfen.

ARD, 7. September 2016


Der Islam in Deutschland

Probleme wie die Unterdrückung von Frauen, die nicht in erster Linie etwas mit der Religion zu tun haben, sondern eher mit sozialen Faktoren wie mangelnder Bildung oder patriarchalen Verhältnissen, werden oft pauschal in einen Zusammenhang mit dem Islam gebracht. Andere wie eine islamistische Radikalisierung, die eindeutig religiöser Natur sind, werden pars pro toto auf die ganze Religion übertragen – etwa von manchen Vertretern der Islamkritik. Überspitzt formuliert: Nicht nur wurde jeder Türke oder Araber zum Muslim erklärt, zugleich wurde auch der Islam der Terroristen zum Islam an sich erklärt.

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10. September 2016

Symbol der Ausgrenzung

Säkulare Muslime fordern eine moderne Theologie. Das Kopftuch hält einer ihrer Vertreter, der Islamwissenschaftler Abdel-Hakim Ourghi, für ein Symbol der Ausgrenzung.

Die Zeit, 22. September 2016

AfD-Neuzugang fordert Schließung von Moscheen

Er ist ein prominenter Neuzugang in der Berliner AfD – und sorgt schon zu Beginn für Wirbel: Der ehemalige „Bild“-Journalist Nicolaus Fest vergleicht den Islam mit einer totalitären Bewegung – und fordert die Schließung von Moscheen in Deutschland.

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 7. Oktober 2016

Imam wird zum Idol

Alina und Lejla sind 13 und 15 Jahre alt, als sie anfangen zu beten. Ihre Mutter, die aus einer serbischen Familie stammt, ist zum Islam konvertiert, als sie ihren Mann, einen Bosnier, heiratet. Religiös war die Familie nie. Das ändert sich, als die beiden Töchter in die Pubertät kommen. Die Mutter hat Angst, dass ihre Kinder auf die schiefe Bahn geraten könnten. Gleichzeitig sucht sie Hilfe und Orientierung und findet beides in der Moschee. Ihre Töchter folgen ihr. Die Gemeinschaft in der Koranschule fasziniert sie, der junge, charismatische, aber sehr konservative Imam wird zum Idol.

Deutschlandradio, 23. Oktober 2016

CSU-Politiker entgleist

In Altdorf bei Nürnberg ist es vor einer kirchlichen Veranstaltung zu einer rassistischen Entgleisung gekommen. Der dritte Bürgermeister von Altdorf nannte eine kirchliche Veranstaltung mit dem Vorsitzenden des Zentralrats der Muslime in Deutschland, Aiman Mazyek, nach Informationen verschiedener Medien eine "Islamschweinerei am Reformationstag".

Huffington Post, 28. Oktober 2016

Für eine bessere Berichterstattung

Ein Handbuch für Journalisten soll die Berichterstattung über Islam und Muslime verbessern helfen. Erarbeitet haben es Wissenschaftlerinnen und Theologen, aber auch Journalistinnen und Verfassungsschutz-Mitarbeiter für den Mediendienst Integration. Der Dienst wurde 2012 gegründet, um die Qualität der Berichterstattung zur Einwanderungsgesellschaft zu heben und Medien rasch mit solidem Wissen zu versorgen.

Tagesspiegel, 1. November 2016

Gegen Missbrauch des Islam

Genau eine Woche nach einem Schlag der Behörden gegen Top-Islamisten, bei der die Bundesanwaltschaft unter anderem den als Chefideologen des deutschen Salafisten-Szene bekannten 32-jährigen Iraker Abu Walaa festgenommen hatte, wurden im Rahmen der aktuellen Aktionen keine spektakulären Festnahmen erwartet. Vielmehr ging es nach dpa-Informationen vor allem darum, Vereinsvermögen zu beschlagnahmen und Beweismittel sicherzustellen. Zudem wollten die Behörden ein weiteres Zeichen gegen die Aktionen der Radikal-Salafisten setzen.

Handelsblatt, 15. November 2016


Gespräch mit Nilüfer Güle

Sie fühlen sich als ganz gewöhnliche Bürger, und doch sind sie nicht gewöhnlich. Denn wer gewöhnlich ist, geht in der Mehrheitsgesellschaft unter. Diese Muslime aber fallen auf, da sie ihren Glauben im Alltag leben wollen. Als Konsequenz muss Europa sich damit auseinandersetzen, dass Symbolfiguren des Islam mitten im öffentlichen Leben in Erscheinung treten: etwa durch Moscheen oder durch das Kopftuch.

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 21. November 2016

NRW-Ministerium entlässt Beirats-Mitglied

Die Sprecherin sagte in Düsseldorf, für alle Beiratsmitglieder sei eine Sicherheitsanfrage beim Verfassungsschutz gestellt worden. Der nun geschasste Islamwissenschaftler, der an der Universität Osnabrück tätig sein soll, habe sich in unhaltbarer Weise geäußert. Er habe ein Zitat des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan verbreitet, dass deutsche Medien Regierungsjournalismus betreiben. Zudem soll er einen Beitrag mit einem „Lügenpresse“-Vorwurf aufgegriffen und auf seiner Seite gepostet haben.

Die Welt, 30. November 2016

Grausamer Herrscher

Yezid war ein grausamer islamischer Herrscher, er tötete den Enkel des Propheten Mohammed. In der Türkei fällt sein Name häufiger denn je: Gegner wie Bewunderer von Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan sehen in Yezid den Begründer des politischen Islam.

Deutschlandfunk, 5. Dezember 2016

Hat der Prophet Kinderehen erlaubt?

Andererseits hielt auch Hamidullah die Kinderehe für wenig nachahmenswert. Um die entsprechenden Überlieferungen zu entschärfen, betonte er aber nicht deren mangelnde Echtheit, sondern des Propheten Einzigartigkeit. Tenor: Nur der Prophet war so integer und anständig, dass er nicht nur insgesamt 13 Frauen heiraten, sondern auch ohne Gefahr für deren Wohlergehen eine Neunjährige ehelichen konnte. Aber um diese Sichtweise zu teilen, muss man wohl ein Gläubiger sein.

Welt, 13. Dezember 2016

Wie mit dem Islam umgehen?

Wenn wir „der Islam“ sagen, meinen wir eine Religion mit heiligen Schriften, an die Menschen glauben. In allen Religionen wurden die heiligen Schriften von den Gläubigen unterschiedlich verstanden, sodass sich das Problem des richtigen Glaubens, die Frage der Orthodoxie, stellte.  Überall fand ein Kampf gegen angebliche Häretiker statt und führte zu Spaltungen in Sekten, die praktisch zu selbstständigen Religionen führten, wie zum Beispiel im Christentum: Katholiken, Protestanten, Orthodoxe und Monophysiten.

Focus, 27. Dezember 2016

Aufgelesen (XVII)

Donnerstag, 10. September 2015

Aufgelesen (XIII)

Erst Pegida - dann eine Entschuldigung

Vor wenigen Monaten war Kathrin Oertel noch eins der bekanntesten Pegida-Gesichter. Mit tausenden Gleichgesinnten demonstrierte sie Montag für Montag gegen die angebliche "Islamisierung des Abendlandes". Doch nun die Überraschung: Auf Facebook postete Oertel ein Video, das alles wieder vergessen machen soll. "Ich möchte mich bei allen Muslimen entschuldigen, die hier in unserem Land friedlich leben - das sind nämlich die meisten von ihnen und das vergessen einfach total viele", sagte sie.

stern, 30. April 2015

Analyse statt gute Gesinnung

Kein Mensch, der bei Verstand ist, behauptet, dass alle 1,6 Milliarden Muslime auf der Welt oder alle vier Millionen Muslime in Deutschland Extremisten sind – oder zum Extremismus veranlagt. Dennoch wird dieser Popanz immer wieder aufgebaut, um sich dann entrüstet gegen ihn zu verwahren. Die solchermaßen inszenierte gute Gesinnung ist aber kein Ersatz für Analyse. Die Leugnung von Zusammenhängen und der bedrohlich nahegerückten Präsenz des Feindes bedeutet einen Verzicht auf Strategie und Prävention. Es bleibt dem glücklichen Zufall oder der Aufmerksamkeit einer Verkäuferin im Baumarkt überlassen, ob uns ein Terroranschlag erspart bleibt.

tagesspiegel, 10. Mai 2015

Islamverbot gefordert

Ein französischer Bürgermeister hat öffentlich ein landesweites Islamverbot gefordert. Verstöße sollten unter Strafe gestellt werden. Seine Partei, die bürgerliche UMP, reagierte wenig erfreut.

N24, 16. Mai 2015

Besuch bei einem Experten

Ein silberner Samowar steht im Dienstzimmer von Professor Bekim Agai. Doch auch eine Kanne Kaffee hat Agai für das Gespräch mit der Frankfurter Rundschau bereitgestellt. Er trinkt erst das eine, dann das andere – und beides schwarz. In der Öffentlichkeit ist Agai präsent, wenn Debatten über den Islam, aber auch über Islamismus und Gewalt geführt werden – etwa als Gastredner im hessischen Landtag.

Frankfurter Rundschau, 8. Juni 2015

Schlechte Noten für Berichte über Islam

Der Journalist Eren Güvercin und der Medienwissenschaftler Janis Brinkmann geben den aktuellen Berichten über den Islam schlechte Noten. Sie sind zu einseitig in fast allen Medien und die negative Berichterstattung überwiegt, beobachten beide seit Jahren. Und so werde davon auch das Islambild in Deutschland weitgehend geprägt.

Deutschlandfunk, 19. Juni 2015

Gemeinsamkeiten suchen

Im Gegensatz zu so genannten „Naturreligionen“ wie dem Schamanentum basieren sowohl Christentum und Islam auf einer Schrift: in diesem Fall auf Bibel und Koran. Außerdem haben die großen Buchreligionen gemeinsame Wurzeln. Die jüdische Tora etwa findet sich in der Bibel wieder, dort sind es die fünf Bücher Mose. Und viele biblische Geschichten werden auch im Koran erzählt.

Huffington Post, 24. Juni 2015

Mehr Verwirrung als Klarheit

Wie gefährlich sind Deutschlands sogenannte Islamisten? Und: Wer ist überhaupt ein Islamist – oder sogar ein islamistischer Terrorist? Der soeben vorgelegte Verfassungsschutzbericht für 2014 schafft hier mehr Verwirrung als Klarheit. Das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) macht zwar islamistischen Terrorismus als die größte Bedrohung für Deutschland aus – überzeugen kann es damit aber nicht.

Frankfurter Rundschau, 2. Juli 2015

Weiter Kritik am Islam

Hamed Abdel-Samad, 43, in Deutschland lebender Autor des Bestsellers „Der islamische Faschismus“, will weiter Kritik am Islam üben. „Ich könnte auch Politikberatung machen und der Kanzlerin einreden, dass der Islam zu Deutschland gehört“, sagte er der „Zeit“. „Wer beschwichtigt, der macht Karriere."

Südkurier, 8. Juli 2015

Lustiges Verbot

Die türkische Star-Moderatorin Pelin Çift hat einen Islam-Gelehrten für ein Interview in ihre Sendung eingeladen. Das Thema: Im Islam verbotene Sexpraktiken. Der Theologe Ali Riza Demirkan erklärt ruhig und ganz trocken, welche Formen des Coitus für Muslime erlaubt und welche tabu sind.

Blick, 13. Juli 2015

Die Vielfalt des Islam

Den einen Islam gibt es nicht. Die Religion wird vielmehr von Völkern, Gruppen und Menschen ganz unterschiedlich verstanden und gelebt. Diese Vielfalt kommt in Spiel- und Dokumentarfilmen oft nicht zum Ausdruck. So lautet eins der Ergebnisse des Schulprojektes IslaMovies der Universität Göttingen.

Göttinger Tageblatt, 19. Juli 2015

Bruch mit Islam am Smartphone

Der Internetempfang ist in dem High-Tech-Königreich Saudi Arabien optimal, und die Regierung mischt sich nicht durch Zensur – wie es zum Beispiel die türkische, persische oder chinesische tut –bestimmter Kanäle wie Facebook ein. Offenbar toleriert die für ihre starken Kapitalverbindungen zum Westen bekannte herrschende Klasse den Bruch mit dem Islam im privaten Bereich am Smartphone.

Deutschlandfunk, 28. Juli 2015

Wer ist wirklich Muslim?

Einer der heftigsten Streitpunkte unter Muslimen heute dreht sich darum, wer wirklich Muslim ist und wer nicht. Radikale muslimische Terror-Gruppen wie der so genannte Islamische Staat behaupten, dass sie allein wahre Muslime seien, wohingegen all jene, die an Mohammed als Prophet glaubten und sich dem Islamischen Staat widersetzten, keine echten Muslime seien. Leisten sie Widerstand gegen den Islamischen Staat, dann sind sie demzufolge Apostaten, also vom Islam abgefallene Muslime.

Deutschlandfunk, 7. August 2015

Beziehungen pflegen

Das Zusammenleben zwischen den Religionen kann schwierig sein. Dieses Fazit zieht Gottfried Locher, der neue Präsident des Schweizer Rats der Religionen. Der 48 Jahre alte Berner sagt, die Beziehungen zwischen Christen und Muslimen sollten gepflegt werden. Und er ist besorgt über die Zunahme der Fälle von Antisemitismus.

SwissInfo, 13. August 2015

Informationen statt Angst

Gemeinsam mit Migranten will die Landeszentrale für politische Bildung stärker über den Islam und Islamismus informieren. „Wir planen Lehrerfortbildungen und Schülerprojekttage“, sagte die Geschäftsführerin des Netzwerks für Demokratie und Toleranz in Sachsen-Anhalt, Cornelia Habisch, der Deutschen Presse-Agentur. „Wir wollen über den Islam informieren. Da fehlt es noch an vielen Ecken und Enden an Wissen.“ Neben viel Unwissen gebe es auch viele Ängste.

Mitteldeutsche Zeitung, 17. August 2015

Fremdenfeindlichkeit in Deutschland

Xenophobie oder Fremdenfeindlichkeit baut auf eine negative Konnotation des "Fremden"-Begriffs auf und lehnt das "Andere" aufgrund ökonomischer, sozialer, kultureller, religiöser oder ethnischer Unterschiede ab. Besonders die Islamophobie, die die ablehnende und feindliche Haltung gegenüber den Personen, die sich dem Islam zugehörig fühlen, definiert, macht den größten Teil der fremdenfeindlichen Bewegungen in Europa und speziell in Deutschland aus.

Huffington Post, 27. August 2015

Schwärmerische Annäherung an den christlichen Glauben

Er ist überzeugter Demokrat, einer der renommiertesten deutschen Schriftsteller und islamischer Gelehrter. Sein überraschendes neues Buch über die christliche Kunst und Bilderwelt ist eine faszinierend schwärmerische Annäherung an den christlichen Glauben. Im Oktober bekommt Navid Kermani in der Frankfurter Paulskirche den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels verliehen.

ARD, 30. August 2015

Neue Impulse gefordert

Neue Impulse in der Flüchtlingspolitik haben führende Religionsvertreter in Deutschland angemahnt. «Ein neuer Ansatz ist notwendig» sagte Kardinal Reinhard Marx am Sonntagabend in der ZDF-Sendung «Berlin direkt». Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz rief dazu auf, das Thema Zuwanderung grundsätzlich anzugehen und in die Öffentlichkeit das Signal zu geben «Wir sind ein Einwanderungsland und wir wollen vernünftig damit umgehen».

Islam, 2. September 2015

Jesus musste am Kreuz sterben?
 
Einer musste am Kreuz sterben, um für die Fehler der anderen zu büßen? Und Gott soll es so gewollt haben? Angeborene Schuld des Menschen? Babys, die beladen mit der Erbsünde auf die Welt kommen? Nein, sagt Anja Hilscher, das sind alles Missverständnisse. Es müssen verdammte, von Menschen gemachte Missverständnisse sein. Sie wollte näher heran an Gott, nicht als Sünderin, nicht als Schuldige am Tod von Jesus, sondern als Anja.

Sie trifft Baschir und Abdullah wieder, als sie ihre Eltern besucht. Sie ziehen die Schuhe aus, sie kochen, sie beten. Ruhe und Charisma. Die 1000. Begegnung mit dem Islam wird Anja Hilschers Erweckungserlebnis.
 
Die Welt, 3. September 2015

Kein präventives Verbot von Kopftüchern
 
Hannover-7. September 2015. Mit einem aktuellen Runderlass informiert das Niedersächsische Kultusministerium die öffentlichen Schulen über die Auswirkungen des so genannten Kopftuchbeschlusses des Bundesverfassungsgerichts (BVerfG ) vom 27.1.2015. Diesem Beschluss nach verstößt ein präventives Verbot des Tragens eines Kopftuchs aus Glaubensgründen durch eine Lehrerin an einer öffentlichen Schule gegen die Verfassung und ist damit unzulässig.

Der Runderlass des Niedersächsischen Kultusministeriums erläutert, dass in Folge dieser Entscheidung eine verfassungskonforme Auslegung des Niedersächsischen Schulgesetzes (NSchG) § 51 Abs. 3 Satz 1 es grundsätzlich zulässt, dass Lehrkräfte in Niedersachsen ein Kopftuch oder andere religiös konnotierte Kopfbedeckungen im Dienst an öffentlichen Schulen tragen. Ausnahmen von diesem Grundsatz könnten laut BVerfG-Beschluss sich lediglich aus einer hinreichend konkreten Gefahr für den Schulfrieden oder für die staatliche Neutralität ergeben. Ob ein solcher Sachverhalt vorliegt, muss immer im Einzelfall geprüft werden.

Ergänzend zum Runderlass des Niedersächsischen Kultusministeriums wird auch die Niedersächsische Landesschulbehörde die Schulleiterinnen und Schulleiter auf die geänderte Rechtslage hinweisen. In einem Begleitschreiben zum Runderlass bietet die Niedersächsische Landesschulbehörde ihre umfassende Beratung und Unterstützung an, wird die Thematik in den Schulleiterdienstbesprechungen erläutert. Sollten Fragen in diesem Zusammenhang auftreten, können sich die Schulen jederzeit an die Niedersächsische Landesschulbehörde  wenden.

Der Runderlass ist den Schulen in der Septemberausgabe des Amtsblatts des Niedersächsischen Kultusministeriums („Schulverwaltungsblatt") bekannt gemacht worden und kann hier nachgelesen werden.


Aufgelesen (XIV) 

Mittwoch, 30. April 2014

Aufgelesen (VI)

Islam-Verbände der Schweiz fordern öffentliche Anerkennung

Die islamischen Dachverbände «Föderation Islamischer Dachorganisationen der Schweiz» und «Koordination Islamischer Organisationen Schweiz» fordern die öffentliche Anerkennung ihrer Religionsgemeinschaften in unserem Land. Das Fernziel: Sie wollen – irgendwann – den christlichen Landeskirchen gleichgestellt sein. 

TagesWoche, 20. März 2014

Mut zur Scharia-Aufarbeitung

Dass Khorchide die Rolle der Scharia aufarbeitet, beweist ohne jeden Zweifel seinen Mut. Denn für viele Nichtmuslime ist der Begriff durchgängig negativ besetzt. Mit ihm verbinden sich Imaginationen des Schreckens und des Terrors. Für die meisten Muslime bedeutet Scharia ein rechtliches System, an dem sie sich ausrichten und das sie peinlichst befolgen müssen, um als Glaubende zu gelten.

Deutschlandradio Kultur, 23. März 2014

Neue Themen

Veränderte Arbeitsstrukturen und neue Themen sollen zur Neuaufstellung der Deutschen Islam Konferenz in den kommenden Monaten gehören. Das hat Bundesinnenminister Thomas de Maizìere nach einem Treffen mit Vertretern mehrerer muslimischer Verbände am Montag angekündigt. Es war das zweite Treffen nach dem Auftaktgespräch, das im vergangenen Januar stattgefunden hatte, zur neuen DIK-Runde.

Diesseits, 25. März 2014

Streben nach politischer Macht

Abdel-Samad antwortet, anders als im Christentum sei das Streben nach politischer Macht im Islam selbst angelegt. Das liege auch daran, dass das Wirken Jesu Christi auf Erden zeitlich sehr begrenzt gewesen sei, weswegen er keine wirtschaftlichen oder juristischen Aufgaben habe übernehmen können. Der Prophet hingegen habe Zeit gehabt, zum Feldherrn zu werden.

Frankfurter Allgemeine, 26. März 2014

Vielfalt und Alltag

Beim jüngsten Zusammentreffen des „dialog forum islam“ (dfi) in Düsseldorf haben neben Vertretern der großen muslimischen Religionsgemeinschaften Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion (DITIB), Islamrat für die Bundesrepublik, Zentralrat der Muslime in Deutschland (ZMD) und dem Verband der Islamischen Kulturzentren (VIKZ), auch Vertreter weiterer Gruppierungen ihre Arbeit und ihre Organisationen vorgestellt.

Islam, 3. April 2014


"Kopftuch-Verbot ist absurd"

Mark Chalîl Bodenstein ist Akademischer Leiter des Studiengangs "Islamische Studien" an der Frankfurter Goethe-Universität. Im FR-Interview spricht er darüber, wie die Lehrer für den Islam-Unterricht in Frankfurt ausgebildet werden.

Frankfurter Rundschau, 7. April 2014


Imam schlägt sich schlecht

Über eine Stunde lang war der syrische Imam Hassan Dabbagh von der Al-Rahman-Moschee in Leipzig in der Defensive, und er schlug sich schlecht.

Spiegel online, 8. April 2014

Islam und Muslime keine Einheit

Abdel-Samad: Ich behaupte mal, das ist die Mehrheit der Muslime, die hier leben, und Gott sei Dank ist es so, dass Islam und Muslime nicht eine Einheit sind. Der Islam hat ja mehrere Seiten, hat eine spirituelle Seite, eine soziale Seite und eine politisch-juristische Seite, und die meisten hier lebenden Muslime neutralisieren diese juristisch-politische Seite und haben nicht den Anspruch, dass das angewendet wird.

Deutschlandradio Kultur, 19. April 2014

Kritik an 9/11-Film

Vor der Eröffnung des New Yorker Museums zum 11. September gibt es Streit. Religionsvertreter kritisieren einen Film, der den Islam in die Nähe des Terrorismus rücke. Und dann unterlief dem Museum auch noch eine E-Mail-Panne.

Spiegel online, 24. April 2014

Gehört Islam zu Deutschland?

Ist der Islam nun ein Teil Deutschlands oder nicht? Nein, sagt rund die Hälfte der Deutschen. Das geht aus dem Integrationsbarometer des Sachverständigenrats für Migration hervor. 53,2 Prozent der befragten Deutschen ohne Migrationshintergrund verneinen die Frage mit der Antwort "eher nicht" (36 Prozent) oder "gar nicht" (17,2 Prozent). Sogar 44 Prozent der Befragten mit Migrationshintergrund (und 30,8 Prozent der Befragten mit türkischen Eltern) sehen den Islam nicht zu Deutschland gehörend.

Die Welt, 29. April 2014

Aufgelesen (VII)

Sonntag, 2. Juni 2013

Aufgelesen

Das Gemeinsame suchen

Rückblende: Bei einem Stadtbummel durch Hannover stehen meine beiden Begleiter und ich plötzlich vor einer Koranschule, ein Mann bittet uns herein. Vor uns sitzt rund ein Dutzend Kinder, der Koranlehrer fragt mich: “Wollen Sie etwas wissen?” Also frage ich die Kleinen, woher sie kommen. Begeistert erzählen sie von den Städten, in denen sie geboren sind. Auf die Frage, ob es in der Bibel und im Koran Geschichten gibt, die sich ähneln, reagieren die Kinder ein wenig irritiert. Gemeinsam entdecken wir Verbindendes. Dann stelle ich eine Frage, die den Koranlehrer schmunzeln lässt: “Meint ihr wie ich, dass Jesus vor Mohammed gewarnt hätte, wenn er der Meinung gewesen wäre, dass dieser Prophet eine Gefahr darstellt?” Ein paar Kinder lachen. “Seht ihr”, sage ich, “Mohammed hat aber auch nicht vor Jesus gewarnt.” Der Koranlehrer legt seinen Arm um meine Schulter.

Readers Edition, 1. Dezember 2009

Falsche Darstellung in Schulbüchern

Schulbücher zeigen den Islam und muslimische Gesellschaften als rückständig, so die Ergebnisse einer neuen Studie. Häufig werden alle Moslems über einen Kamm geschert. Doch die Darstellung war schon mal schlimmer.

Tagesspiegel, 15. September 2011

Schwester eines NSU-Mordopfers sagt Gauck ab

Warum die Schwester eines Hamburger NSU-Mordopfers der Einladung ins Schloss Bellevue nicht folgt: Das Schreiben von Aysen Tasköprü im (gekürzten) Wortlaut.

taz, 15. Februar 2013

Absurde Frage

Auch die Frage, zu wie viel Prozent man sich als Deutscher und zu wie viel Prozent als Türke, Araber oder einer anderen Ethnie zugehörig fühlt, ist absurd. Man kann sich 100 Prozent als Türke fühlen und ebenso zu 100 Prozent als Deutscher, aber auch zu 100 Prozent als Bayern München-Fan oder als Umweltaktivist. Diese eindimensionale Denkweise scheint aber für manche „alten“, konservativen Köpfe immer noch als Maßstab zu gelten. Deutschland ist aber ein Land, das sich wandelt. Ein Land, das dabei ist, vielfältiger zu werden und mehrdimensional zu denken. Dies sollten gerade auch die Parteien berücksichtigen, die in letzter Zeit, z.B. bei den Wahlen in Niedersachsen, nur sehr knapp verloren haben.

Deutsch Türkische Nachrichten, 24. Februar 2013

Gauck wünscht sich vorurteilsfreien Dialog

Sie ist die kleine Schwester der Deutschen Islamkonferenz: die Junge Islamkonferenz. Bundespräsident Joachim Gauck sagte zum Auftakt ihrer Bundeskonferenz im Schloss Bellevue, er wünsche sich einen "offenen und vorurteilsfreien Dialog".

B 5, 8. März 2013

Ein Muslim bekreuzigt sich

Den Rest des Gottesdienstes meistert Baris locker. Bei den Kirchenliedern ist er textsicher, und auch das Vaterunser spricht er flüssig. Am Ende macht er mit der Hand ein Kreuz. Wie ein richtiger Christ. Doch Baris ist Muslim.

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 6. April 2013

Gefühl der Überlegenheit

Auch das Verhältnis von Muslimen zu Andersgläubigen (Christen und Juden) sowie zu Ungläubigen (alle anderen) ist aus westlicher Sicht schwierig. "In keinem muslimischen Land haben Nicht-Muslime die gleichen Rechte wie Muslime", berichtete die Expertin. Viele Muslime gingen davon aus, dass der Islam als jüngste der Offenbarungsreligionen die beste sei. Damit gehe bei vielen gläubigen Muslimen ein Gefühl der Überlegenheit gegenüber anderen Menschen einher. "Das muss man sich einfach klarmachen", so Breuer.

Siegener Zeitung, 9. April 2013

Schura-Vorsitzender nimmt Stellung

Gegenüber der salafistischen Theologie habe ich ähnliche Bedenken, wie ich sie gegenüber den Thesen von Khorchide ebenfalls habe. Da Khorchide mittlerweile sehr gut in der deutschen Presselandschaft vernetzt ist, hätte er wenigstens diese Meldungen zur Kenntnis nehmen können, bevor er mir über die konservative Schiene eine Nähe zum Salafismus vorwirft. Zudem vertritt die Schura Niedersachsen in diesem Bundesland seit fast 15 Jahren -mit Ausnahme der Salafisten- unabhängig von ethnischer und konfessioneller Zugehörigkeit oder Rechtsschule beinahe alle Moschee-Gemeinden außer den Ditib-Gemeinden, die eigenständig organisiert sind.

Deutsch-Türkische Nachrichten, 13. April 2013

Starpianist mit Gefängnis bedroht

Ein paar Tweets mit Folgen: Weil der türkische Starpianist und Komponist Fazil Say nach Ansicht eines Gerichts in mehreren Twitter-Mitteilungen die "religiösen Werte eines Teils der Bevölkerung" verletzt hat, wurde er nun wegen Islam-Beleidigung zu einer zehnmonatigen Bewährungsstrafe verurteilt.

Zeit online, 15. April 2013

Dieses Urteil ist inzwischen wieder aufgehoben worden. 26. April 2013

Verbrechen gegen die Menschlichkeit?

Die Menschenrechtsorganisation „Human Rights Watch“ (HRW) wirft der Regierung Burmas Verbrechen gegen die Menschlichkeit vor. Sie bezeichnen das Vorgehen gegen die muslimischen Minderheit Rohingya im Teilstaat Rakhine in einem Bericht als „ethnische Säuberung“. Sowohl die örtliche Polizei, das Militär, Behörden sowie buddhistische Mönche seien beteiligt. Die Regierung weist jedoch diese Vorwürfe zurück.

Radio Vatikan, 22. April 2013

Bostoner Moschee distanziert sich von mutmaßlichen Attentätern

Eine Bostoner Moschee hat sich von den beiden mutmasslichen Attentätern der Bombenattacke auf den Marathonlauf distanziert.

Die Brüder Tamerlan (†26) und Dzhokhar Tsarnaev (19) hätten das muslimische Gotteshaus allenfalls sporadisch besucht, teilte die Islamische Gesellschaft von Boston mit.

Blick, 23. April 2013

Eine Erfolgsgeschichte

24. April 2013. "Die Geschichte der alevitischen Bewegung in Deutschland ist eine Erfolgsgeschichte" (Martin Sökefeld). Vor wenigen Jahren noch kaum bekannt, sind die Aleviten inzwischen europaweit wohlorganisiert, politisch aktiv und gelten als gesellschaftlich gut integriert. Die eigenständigen Züge der religiösen und kulturellen Traditionen treten verstärkt hervor. Nicht wenige sprechen sogar davon, dass das Alevitentum nicht nur klar vom Islam zu unterscheiden sei, sondern außerhalb des Islam stehe.

Der EZW-Text 211 „Aleviten in Deutschland“ ist in einer zweiten, erweiterten Auflage erschienen. Der bisherige Umfang wird durch interessante zusätzliche Texte ergänzt.

Evangelische Zentralstelle für Weltanschauungsfragen (EZW)

Was Emel Dölek in der ersten Klasse der Karlschule unterrichtet, könnten auch Christen gerade noch in ihrer Allgemeinbildung wiederfinden: „Wie oft beten Muslime am Tag?“ fragt sie die Schüler. Und: „Zu welchen Zeiten beten sie?“

Schulen wollen mehr Islam-Unterricht

Dass die Erstklässler die Antworten auf diese Fragen in ihrer Schule bekommen, ist nicht selbstverständlich: Die Karlschule und die Wilhelmschule gehören zu 20 Grundschulen in Baden-Württemberg, die am Modellprojekt „Islamischer Religionsunterricht“ teilnehmen.

Schwäbische Zeitung, 25. April 2013

Mehrheit hält Islam für eine Bedrohung

Die meisten Deutschen sehen ihr Leben durch die Vielfalt der Religionen bereichert. In einer Umfrage der Bertelsmann Stiftung sagten aber auch 51 Prozent, sie sähen im Islam eine Bedrohung. In Ostdeutschland, wo es kaum Muslime gibt, sind es sogar 57 Prozent, heißt es im "Religionsmonitor" der Stiftung.

ntv, 29. April 2013

Die Vielfalt des Islam

Für alle Muslime gelten die "Fünf Säulen des Islam": Glaubensbekenntnis, Gebet, Fasten, das Almosengeben und die Pilgerfahrt nach Mekka. Wie die rund 1,2 Milliarden Mitglieder dieser Glaubensgemeinschaft ihre Religion jedoch umsetzen, hängt von der Kultur und der Gesellschaft ab, in der sie leben. Bei der Untersuchung der Themen "Glaube und Kultur", "Männer und Frauen", "Frieden und Gewalt" und "Wissen und Fortschritt" wird die Vielfalt des Islam deutlich.

ARD, 3. Mai 2013

Im Islam mehr gefunden

Die Jahre nach 2000 waren unruhige. Scheidung der Eltern, Gesamtschule Friedenstal, Berufsbildungsjahr, Ausbildung zum Hotelfachmann, Tätigkeiten in verschiedenen Fünf-Sterne-Hotels. "Da muss es noch mehr geben", sagte sich Lars Rottmann. Gefunden hat er es im Islam und bei der Gemeinde Ahmadiyya Muslim Jamaat, die an der Maschstraße eine Moschee errichten wollen.

Neue Westfälische, 4. Mai 2013

Deutsche Islamkonferenz vor Zerreißprobe

Die Deutsche Islamkonferenz steht vor der Zerreißprobe. Weil bei der Sitzung am Dienstag (07.05.2013) die Frage von Prävention gegen Extremismus oben auf der Agenda steht, haben sich zwei muslimische Verbände zurückgezogen. Der Präsident des Deutschen Städtetages, Ulrich Maly, erläutert im Morgenecho-Interview, wie die Kluft zwischen Muslimen und Staat überbrückt werden kann.

WDR, 7. Mai 2013

Schlichten mit der Scharia

Auch Mürvet Öztürk, integrationspolitische Sprecherin der Grünen-Fraktion, nicht. Sie betont, es wäre „nicht statthaft, wenn außergerichtliche Schlichter Opfer von Straftaten davon abhielten, vor Gericht zu gehen“. Aber wenn es so etwas gebe, „muss man die konkreten Fälle benennen und nicht, wie die CDU-Fraktion, mit Mutmaßungen und Unterstellungen arbeiten“. Öztürk selbst will aktiv werden: Sie werde in ihrem Wahlkreis Lahn-Dill in den muslimischen Gemeinden nachfragen, ob dort Streitschlichter tätig sind.

Frankfurter Rundschau, 13. Mai 2013

Islam-Unterricht an 27 hessischen Schulen

An 27 hessischen Schulen wird ab dem kommenden Schuljahr islamischer Religionsunterricht angeboten. Wie Kultusministerin Nicola Beer (FDP) am Donnerstag im Hessischen Landtag sagte, werden rund 440 Jungen und Mädchen an Grundschulen „quer durch Hessen“ unterrichtet. Das Fach werde zunächst für Erstklässler eingeführt und dann Jahr für Jahr für eine weitere Klassenstufe ausgeweitet.

Echo online, 16. Mai 2013

Gewalt im Irak nimmt wieder zu

Die Gewalt geht vornehmlich von Ablegern der Extremistenorganisation al Kaida und anderen sunnitischen Gruppen aus, die mit vielen Anschlägen die von Schiiten dominierte Regierung schwächen wollen. Zudem verschärft sich die Lage im Irak zunehmend durch den Bürgerkrieg im Nachbarland Syrien.

Stern online, 20. Mai 2013

In England immer mehr Angriffe gegen Muslime

Ein Land in Aufruhr: Nach dem bestialischen Mord am Soldaten Lee Rigby (†25) explodiert die Zahl der Angriffe gegen Muslime – verbal und physisch.

Blick, 25. Mai 2013

Amina Wadud leitet Freitagsgebet

Die streitbare Amina Wadud hat weltweit Aufsehen erregt, weil sie als erste Frau ein Freitagsgebet leitete, in New York City.

Deutschlandfunk, 27. Mai 2013

Stigmatisierung folgt altbekanntem Muster

Diese Beispiele der Stigmatisierung einer ganzen Bevölkerungsgruppe folgen einem altbekannten Muster. Ausgehend von der Prämisse einer eigenen zivilisatorischen Überlegenheit, wird eine "Verunreinigung" von Kultur und Gesellschaft durch die Zielgruppe postuliert. Im Fall muslimischer Amerikaner geht dies auch von Vorstellungen vom Islam aus, die der Literaturwissenschaftler Edward Said als Orientalismus definiert hat. Dieses Vorurteil vom rückständigen Barbaren wird dadurch verstärkt, dass Muslime irrtümlicherweise häufig mit Arabern gleichgesetzt werden, die - in Saids Worten - zumeist mit Erdöl oder Terrorismus in Verbindung gebracht werden.

Telepolis, 2. Juni 2013

Aufgelesen (II)