Mittwoch, 17. Januar 2018

Aufgelesen (XIX)

Vorurteile im Mittelalter

Ein Teufel spaltet den Körper des Propheten mit dem Schwert vom Kopf bis zum Bauch, sodass die Eingeweide herausquellen. Aber Mohammed stirbt nicht. Die grässliche Wunde scheint zu verheilen, wird jedoch von der Waffe des Teufels immer wieder aufgerissen. Die Spaltung seines Körpers, so gibt Mohammed klagend zu erkennen, sei die Höllenstrafe für diejenigen, die wie er versucht hätten, durch eine falsche, ketzerische Lehre die Menschen vom rechten Glauben abzubringen und sie zu Kriegen im Namen der Religion anzustiften. Nun büße er durch ewige Zerfleischung.

Die Zeit, 5. November 2017

Muslime christlicher als Christen

Ramadan-Kalender, die wie Adventskalender aussehen, Schokolade, die halal ist: Nadia Doukali entwickelt muslimische Produkte für Hipster aller Kulturen. Die Barbie mit Hidschab findet sie gut. Christen ermahnt sie, die eigenen Bräuche zu bewahren: "Muslime sind manchmal christlicher als mancher Christ."

Deutschlandfunk, 22. November 2017

Warum sind Juristen so wichtig?

Der Islam gilt wie das Judentum als eine Gesetzesreligion. Gebote, Verbote und sonstige rechtliche Regelungen haben für Gläubige eine hohe Bedeutung. Damit einher geht eine große Wertschätzung für Gelehrte des religiösen Rechts. Aber warum ist das so?

Deutschlandfunk, 24. November 2017

Man sieht keine Frauen mehr in Cafés

Kommt es durch die Einwanderung von Muslimen zum Erstarken des Antisemitismus? Und was bedeutet diese Diskussion für Feministinnen? Ein Gespräch zwischen der französischen Philosophin Elisabeth Badinter und der deutschen Journalistin Alice Schwarzer.

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 11. Dezember 2017


Vorgeschichte von Abu Adam nicht sorgfältig recherchiert
Ich fange an mit Sigrid Herrmann-Marschall, einer Bloggerin, die sich selbst als Sekten- und Islamismusexpertin bezeichnet und die auf jeden meiner bisher erschienen Blogs-Posts ausführlich reagiert hat.
Ihre Repliken enthalten einige Anmerkungen, die ich nachvollziehbar finde. Und sie enthalten einige Vorwürfe, auf die ich gerne kurz eingehen würde.
Frau Herrmann-Marschall findet, dass ich die Vorgeschichte von Abu Adam nicht sorgfältig genug recherchiert habe. Sie verweist zum Beispiel auf eine Zeitungsnotiz, in der Abu Adam sich einst als Journalist bezeichnet habe, nicht als Religionsgelehrten. Diese Meldung kannte ich tatsächlich nicht. Danke für den Hinweis.

Die Zeit, 15. Dezember 2017

Islam nicht schuld

Wien. Eines gleich vorweg gesagt: Der Islam an sich trägt nicht die Verantwortung für etwaige Missstände an Wiens Kindergärten. Das ist die Kernaussage der lange erwarteten Studie, die von der Stadt Wien und vom Integrationsministerium in Auftrag gegeben und gestern, Donnerstag, präsentiert wurde. Durch die Islam-Kindergärten in Wien gibt es laut Studienautoren auch keine Parallelgesellschaften. Im Gegenteil, so Henning Schluß vom Projektteam der Uni Wien, die Separation habe weniger mit freiwilliger Abspaltung als mit Ausgrenzung zu tun.

Wiener Zeitung, 21. Dezember 2017

Radikalisiert der Islam?

Die Radikalisierung junger gewaltbereiter Islamisten will eine neue Studie der Universitäten Bielefeld und Osnabrück untersuchen. Dabei gehe es vor allem um die Frage, ob junge Muslime aufgrund ihrer Religiosität besonders empfänglich sind für radikale Einstellungen und gewaltbereite Haltungen, oder ob die Religion für Islamisten ein Vorwand ist, Gewalttaten zu rechtfertigen, sagte der Osnabrücker Islamwissenschaftler Michael Kiefer. Für das Forschungsvorhaben wollen die Wissenschaftler Chats und Diskussionsforen in sozialen Netzwerken analysieren, aber auch Erfahrungen von Experten aus der Präventionsarbeit auswerten.

dpa, 4. Januar 2018

Brisantes Kaaba-Foto

Dieses Foto ist nicht nur brisant, aus der Sicht strenggläubiger Muslime ist es eine Todsünde. Die Aufnahme zeigt das Innere der Kaaba, jenes schwarzen Kubus' in Mekka, des zentralen Heiligtums im Islam, zu dem jährlich Millionen gläubige Muslime auf ihrem Hadsch pilgern.

Die Welt, 17. Januar 2018



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